Havixbeck
Fr., 27.08.2010
Feuerwehr nach Laer abkommandiert
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Havixbeck/Hohenholte - Das Regentief „Cathleen“ hat in der Nacht zum Freitag mit extremen Schauern in vielen Orten für Chaos gesorgt. Obwohl Havixbeck und der Kreis Coesfeld mit einem „blauen Auge“ davon gekommen sind, waren aber doch einige Haushalte betroffen. Und auch bei der Freiwilligen Feuerwehr sorgte der massive Regen für eine schlaflose Nacht.
Schon am Donnerstagabend gegen 20 Uhr wurden die Wehrmänner zu einem Einsatz der technischen Hilfeleistung gerufen. Einsatzort war die Münsterstraße. Dort waren auf Grund der Starkregenfälle Schlamm- und Wassermassen in zwei Häuser geströmt. „Die Keller standen 30 Zentimeter unter Wasser und Schlamm“, berichtete Feuerwehr-Pressesprecher Ingo Spindelndreier.
Von einem angrenzenden Feld lösten sich die Schlammmassen und rauschten in einem reißenden Bach in einige Wohnhäuser der sogenannten „Burikesiedlung“.
Auch die Fahrbahn der Münsterstraße war mit Schlamm und Wasser überzogen. Der Bauhof der Gemeinde musste zur Straßensäuberung anrücken. Mittels mehrerer Feuerwehrpumpen wurde das Wasser stundenlang aus den Häusern gepumpt.
Während der andauernden nächtlichen Einsätze wurde der Löschzug Havixbeck unter der Leitung von Löschzugführer Christian Menke mit zwei Fahrzeugen auf Grund des Katastrophenalarmes in den Kreis Steinfurt abkommandiert.
„Die freiwilligen Einsatzkräfte sollten binnen weniger Minuten eine Reisetasche für die Abwesenheit von drei Tagen packen und dann ausrücken, genaueres war nicht bekannt“, schilderte Spindelndreier die dramatische Einsatznacht der immerhin ehrenamtlichen Feuerwehrmänner. Mit zwei Fahrzeugen und zwölf Mann Besatzung kämpften die Havixbecker im Nachbarkreis unermüdlich gegen die enormen Wassermassen an.
Auch die Kräfte in Havixbeck hatten unter der Einsatzleitung von Ingo Spindelndreier bis in die frühen Morgenstunden mit den Unwetterfolgen zu kämpfen.
Der Löschzug Hohenholte bezog nach Anforderung der Gelsenwasser AG an der Pumpstation in Hohenholte Stellung, um die Wassermassen weiterzupumpen. Rund zweieinhalb Stunden waren die Hohenholter Feuerwehrmänner im Einsatz.
Die Anwohner im Baugebiet „Am Stopfer“ hatten ebenfalls mit den Wassermassen zu kämpfen. Die noch nicht vorhandenen Ausbaustraßen machten den Menschen dort das Leben schwer. Nur mit einem Fahrzeug oder mit Gummistiefeln konnten sie am Freitagmorgen die Grundstücke verlassen. „Nach den Regenfällen kann das Wasser nicht mehr auf unbebaute Grundstücken fließen und dort versickern. Auf den Straßenzügen bilden sich Bäche zum tiefsten Punkt im Baugebiet hin“, so ein Anwohner. Auf Grund der fehlenden Regenwasserableitungen bilden sich dort immer kleine Seen.
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