Havixbeck

Sa., 06.03.2010

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„Kunstrasenplatz ist kein Luxus“

Der alte Ascheplatz im Flothfeld-Sportzentrum hat nach 30 Jahren ausgedient. Kinder wie Erwachsene setzen sich für einen neuen Platz ein.
Von Klaus de Carné

Havixbeck/Hohenholte - Die beiden Sportvereine Schwarz-Weiß Havixbeck und Gelb-Schwarz Hohenholte machen sich stark für den aus ihrer Sicht erforderlichen Kunstrasenplatz im Flothfeld-Sportzentrum. Eine Projektgruppe mit dem Namen „Gemeinsam pro Kunstrasen“ hat dazu schon mehrfach getagt und die Dringlichkeit aufgezeigt. Nachdem im Haushaltsentwurf der Gemeinde für das laufende Jahr kein Geld bereitgestellt werden soll, gehen die Fußballer aus beiden Orten jetzt in die Offensive. Es sei kein Luxus, sondern ein dringendes Erfordernis, den 30 Jahre alten Ascheplatz zu ersetzen, so die Projektgruppe.

„Der desolate Platz aus dem Jahr 1980 bedarf aufgrund der hohen Beanspruchung in den nächsten Jahren einer kostspieligen Grundsanierung“, berichtet Ludger Messing, SWH-Abteilungsleiter Fußball und Mitglied der Projektgruppe. Aufgrund der eingeschränkten Bewässerung kommt es in den Sommermonaten zu teilweise extremer Staubbelästigung während der Spiele. Verunreinigte Schürfwunden und Prellungen seien auf dem harten Untergrund bei jedem Spiel zu beobachten. In den Wintermonaten sei die Bespielbarkeit nur bedingt möglich. So konnte von Mitte Dezember bis Mitte Februar kein geregelter Trainingsbetrieb stattfinden. Eine zeitgemäße Ausübung des Fußballsports sei bei den Platzverhältnissen nicht möglich.

Die Fußballabteilungen in beiden Orten sind mit ihren Senioren-, Altherren- und Jugendmannschaften wesentlicher Bestandteil der Gesamtvereine. „Viele Betreuer, Mitglieder und Eltern machen dies erst durch ihr ehrenamtliches Engagement möglich“, so Ludger Messing. 30 Jugend-, vier Senioren- und zwei Altherrenmannschaften machen mehr als 700 aktive Fußballer in Havixbeck und Hohenholte aus. Speziell den vielen Kindern und Jugendlichen möchte man mit dem neuen Kunstrasenplatz eine sportliche Heimat geben.

Viele Nachbargemeinden hätten es schon vorgemacht und die Vorzüge eines Kunstrasenplatzes erkannt. Dies soll den Verantwortlichen in Politik und Rathaus deutlich unterbreitet werden. Die komplette Summe von rund 400 000 Euro soll nicht alleine aus der Gemeindekasse gestemmt werden. Die Möglichkeit aus verschiedenen Töpfen die Summe zusammenzubringen bestehe. Die Mitstreiter erinnern in dem Zusammenhang an die Sportpauschale.

Wie viele Vorteile ein Kunstrasen hat, das erleben die Fußballer bislang nur in den Nachbargemeinden. Die ganzjährige Bespielbarkeit sei ein wichtiger Punkt, außerdem seien Unterhaltungskosten und der Pflegeaufwand bei einem Kunstrasenplatz erheblich geringer. Auch das Verletzungsrisiko sei geringer bei der neuesten Generation. „Gelobt wird immer der höhere Spielkomfort“, so Messing.


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