Havixbeck
Di., 31.08.2010
Not der Familie gelindert
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Havixbeck - „African Mama“ hat ihre neue Besitzerin gefunden. Am Abend des Weinfestes wurde die Skulptur des zimbabwischen Bildhauers Gerald Mgabazi verlost, und Christiane Kappelhoff aus Schöppingen ist die glückliche Gewinnerin. Der Erlös der Tombola wird dem 35-jährigen Tutani Mgabazi zugute kommen, der nach dem Tod seines älteren Bruders Gerald dessen vier Kinder versorgen muss, das hatte der Familienrat beschlossen. Da Tutani selbst bereits drei Kinder hat, bedeutet diese Verpflichtung eine große finanzielle Belastung. So muss in Zimbabwe beispielsweise für den Schulbesuch Schulgeld gezahlt werden, und auch die vorgeschriebenen Schuluniformen sind teuer.
Viele Menschen haben die Ausstellung „Talking Stones“ mit Werken zimbabwischer Bildhauer im Sandstein-Museum gesehen und ließen sich vom Schicksal der Familie Mgabazi anrühren. Und ganz viele Menschen haben gerne ihre Spende für die Tombola zur Verfügung gestellt. Auch Christiane Kappelhoff hatte ihren Beitrag eigentlich als Spende verstanden und gar nicht mit dem Gewinn gerechnet. Sie hat selbst eine große Familie mit sieben Kindern und war von dem Hintergrund der Tombola sehr berührt. Gemeinsam mit ihrer Enkeltochter holte sie am Dienstag „African Mama“ im Sandstein-Museum ab. In einer lebhaften Familie mit sieben Kindern hat die „Afrikanische Mama“ sicherlich das beste Zuhause gefunden.
Insgesamt 1.805 Euro wird Tutani für die Betreuung der Kinder seines verstorbenen Bruders erhalten. 1.710 Euro erbrachte die Tombola, und 95 Euro spendeten die Teilnehmerinnen aus Elisabeth Klempnauers Schreibwerkstätten. Einen ersten Betrag von 440 Euro hat Tutani Mgabazi bereits erhalten. Der nach Zimbabwe zurückgekehrte Bildhauer Itai Nyama hatte das Geld aus Deutschland mitgebracht. In einer ersten Mail übermittelte er seiner Mentorin Kristin Diehl seine Freude über die Hilfsbereitschaft der vielen Menschen, die für seine Familie gespendet hatten - eine Unterstützung, mit der er nicht gerechnet hatte. Zu diesem Zeitpunkt wusste er nicht, dass er eine noch größere Summe erhalten wird. Nun habe die Familie einen Betrag zur Verfügung, mit der sie planen könne. „Das Geld wird eine lange Zeit reichen, um den Kindern meines Bruders und unserer Familie ein normales Leben zu ermöglichen“, schreibt Tutani. Er bedankt sich ganz herzlich bei allen Menschen, die das mit ihren Spenden ermöglicht haben.
„Ich bin selbst sehr froh, dass ich mit dem Museum ein Teil dieses Hilfsprojekts sein konnte“, sagte Museumsleiter Dr. Joachim Eichler.
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