Kreis Coesfeld
Di., 30.06.2009
Arbeitslosenzahl wieder unter 5000
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Kreis Coesfeld. Der „kleine Tiger“ hält sich wacker in der Krise: Seit nunmehr sechs Monaten schwankt die Arbeitslosenquote im Kreis Coesfeld nur zwischen 4,4 und 4,6 Prozent. In den letzten vier Wochen ist das Pendel wieder nach unten ausgeschlagen. 4,4 Prozent – das ist nach wie vor die günstigste Quote in ganz Nordrhein-Westfalen. Gut entwickelt hat sich auch das Stellenangebot. Vor allem Schlosser und Elektriker werden wieder gesucht.
„Der Frühjahrsaufschwung hat sich in den Juni verlagert“, kommentierte Roman Cebaus, Mitglied der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Coesfeld, gestern gegenüber unserer Zeitung den Rückgang der Arbeitslosenzahl von 5007 auf 4917. Erstmals während der Krise ist sogar die Zahl der Kurzarbeiter von 2970 auf 2874 leicht gesunken. Und das, obwohl die Zahl der Betriebe, die Kurzarbeit beantragten, von 149 auf 162 angestiegen ist.
Ist damit das Schlimmste überstanden? Die Agentur für Arbeit kann da noch keine Entwarnung geben. Für eine Entspannung am Arbeitsmarkt sei der Rückgang der Arbeitslosigkeit kein Indiz, so Cebaus. Positiv bewertet er aber, dass die Unternehmen im Kreis Coesfeld weiterhin versuchten, mit Hilfe von Kurzarbeit ihre Fachkräfte so lange wie möglich zu halten. Nur die gute Akzeptanz der Betriebe habe bisher Entlassungen in größerem Ausmaß verhindert, stellte er klar.
Mit Blick auf die weitere Entwicklung optimistisch äußerte sich gestern Landrat Konrad Püning: „Ich bin weiterhin zuversichtlich, dass sich die Folgen der noch anhaltenden Finanz- und Wirtschaftskrise nicht so dramatisch auf den lokalen Arbeitsmarkt auswirken werden, wie sich das in anderen Regionen abzeichnet.“ Zugleich hoffe er im Interesse aller betroffenen Personen, dass die ersten Anzeichen einer Belebung auch positiven Einfluss auf den Arbeitsmarkt im Kreis Coesfeld haben werden.
Während die Arbeitsagentur 2591 Arbeitslosengeld-I-Empfänger betreute, waren die Zentren für Arbeit bei den Städten und Gemeinden für 2326 Menschen, die schon länger als ein Jahr ohne Job sind, zuständig. Im Vergleich zum Vormonat bekamen 102 Personen aus dem Bestand der Arbeitsagentur wieder Arbeit. Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger erhöhte sich aber um 12.
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