So., 11.09.2011

Lüdinghausen Feuerwehr über die Schulter geschaut

Von Niklas Tüns

Lüdinghausen - „Zugeben, wir haben keinen Feuerlöscher zu Hause. Das wird sich aber wahrscheinlich ändern.“ Dass Hildegard und Johannes Kollewe sich möglichst schnell Feuerlöschspray oder eine Löschdecke zu legen werden, ist ihre Konsequenz aus der Brandschutzdemonstration beim gestrigen Tag der offenen Tür der Lüdinghauser Feuerwehr .

Dirk Riches erklärte dabei, wie der Laie bei einem kleinen Brand richtig handeln sollte, ohne diesen zu verschlimmern. Denn wie schnell eine Fettexplosion oder eine Stichflamme entstehen kann, zeigten seine Kollegen und er. „Die Explosionen sind beeindruckend, denke ich. Nehmen Sie die Bilder mit“, gab der Feuerwehrmann den Zuschauern mit auf den Weg. Eine ganze Reihe an Hilfsmitteln für den Ernstfall wie Rauchmelder konnten diese am Verkaufsstand erwerben. „Diese elf Euro könnte Ihnen das Leben retten“, meinte Dirk Riches.

Weniger Brandschutztipps, sondern eher der Fuhrpark interessierten die Jüngeren. Von außen wie von innen waren die Löschfahrzeuge auf dem Vorplatz zu besichtigen. 50 aktive Feuerwehrmänner, die gestern für die Verpflegung im Gerätehaus und Unterhaltung sorgten, erklärten alle Gerätschaften. Zudem bot die Freiwillige Feuerwehr Führungen durch ihre Wache an - ein großer Wunsch von Eltern und Kindern. „Im Vorfeld kamen bereits Familien an der Wache vorbei, die nach einem Tag der offenen Tür fragten“, erzählte der Lüdinghauser Löschzugführer Klaus Hesselmann. So schritten die Besucher gruppenweise durch die Umkleiden oder sahen sich die Zentrale an, von der die Einsätze koordiniert werden. Lediglich auf eine Rutschpartie die Feuerwehrstange herunter mussten die oft jungen Besucher verzichten. Die Feuerwache hat nämlich keine.

Da die Feuerwehrmänner es häufig mit Pkw-Unfällen zu tun haben, demonstrierten sie gestern zudem die Bergung aus Autos. Mit schwerem Gerät gingen sie zwei Kleinwagen an den Kragen. Manchmal hatten die Blauröcke Unterstützung aus dem Publikum. „Das ging ganz leicht“, sagte Johanna Altrogge. Schon immer wollte sie ein Pkw aufschneiden, solange es nicht der eigene ist. „Wenn ich unser Auto kaputt mache, dann gäbe es Ärger mit meiner Mutter“, schmunzelte die Neunjährige.

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