Großalarm nach Explosion
Gemeinsame Übung der Löschzüge und der Betriebsfeuerwehr bei Euro-Alkohol

Lüdinghausen -

Großalarm bei der jährlichen Übung der Feuerwehr und der Euro-Alkohol GmbH auf der Hans-Böckler-Straße am Dienstagabend. Ruhig und besonnen gingen die Betriebsfeuerwehr und die Wehrleute der Stadt bei dem sensiblen Umfeld zu Werke.

Mittwoch, 05.10.2011, 16:10 Uhr

Die angenommene Lage der Übung, die von Heiner Muhle und Paul Stimberg ausgearbeitet worden war, sah vor, dass auf dem Betriebsgelände bei den Bauarbeiten für das neue Tanklager eine Propan-Gasflasche explodiert. Durch die Explosion wurde die Rohrleitung zum Betriebsteil an der Bahnhofstraße beschädigt und ausgetretener Alkohol in Brand gesetzt. Zwei Mitarbeiter wurden bei der Explosion schwer verletzt.
Nur wenige Minuten nach der Alarmierung über den Druckknopfmelder waren die Löschzüge aus Lüdinghausen und Seppenrade zur Stelle. Die Betriebsfeuerwehr hatte mit dem Aufbau der Wasserversorgung und mit Hydrowänden zur Kühlung der Tagesbehälter begonnen. Aufgrund der Hitzeentwicklung konnten die Feuerwehrkameraden nur in speziellen Schutzanzügen die verletzten Mitarbeiter retten und anschließend dem Deutschen Roten Kreuz übergeben. In zwei Einsatzabschnitten wurden der Brand bekämpft und Gebäudeteile gesichert.
Bei der anschließenden Manöverkritik im Gasthaus „Burghof“ Richter stellte der Technische Leiter der Euro-Alkohol, Gregor Bornemann, die Übungsidee noch einmal vor. Neben dem Kennenlernen der neuen Baustelle auf dem Gelände sei das Miteinander mit der Werksfeuerwehr ein weiterer Aspekt gewesen. Dr. Bernhard Strotmann, seit dem 1. Oktober neuer Geschäftsführer der Euro-Alkohol, stellte sich und die weiteren Bauvorhaben des Unternehmens vor.
Wehrführer Günter Weide sprach von einer ruhigen Übung. „Diese Übung zeigt, wie wichtig es ist, auf dem Firmengelände zu üben. Je besser wir uns auskennen, um so besser können wir arbeiten“, sagte Weide. Dass die Bergung der Verletzten vielleicht ein wenig länger gedauert habe, sei damit zu begründen, dass der Eigenschutz der Wehrleute im Vordergrund stehen müsse, betonte Weide.
Willi Schürmann vom DRK sprach von einer hervorragenden Koordination zwischen Feuerwehr und DRK. Daher könne nicht oft genug gemeinsam geübt werden. „Sollte es zum Ernstfall kommen, wissen wir uns bei der Feuerwehr und dem DRK in sicheren Händen, da beide Organisationen bestens ausgebildet und ausgerüstet sind“, lobte der stellvertretende Bürgermeister Jo Weiand das Engagement der Rettungskräfte.
Vom stellvertretenden Wehrführer Klaus Hesselmann wurden Daniela Riesch als Feuerwehrfrauanwärterin sowie Sebastian Klaas und Maurice Hesselmann als Feuerwehrmänner von der Jugendfeuerwehr in die aktive Wehr des Löschzuges Lüdinghausen aufgenommen. Zum Abschluss gab es zur Stärkung noch ein gemeinsames Abendessen für alle Übungsteilnehmer.

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