Gedenken an Befreiung von Auschwitz

So., 29.01.2012

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Gedenken an Befreiung von Auschwitz

Gedenken an Befreiung von Auschwitz : Gedenken an Befreiung von Auschwitz

Kerstin Bley und Georg Habernoll intonierten das jiddische Lied „Kelbl.“ Ein Wort des Gedenkens sprach der stellvertretende Bürgermeister Artur Friedenstab. Foto: nn

Lüdinghausen - 

Im Antoniuskloster fand am Freitag, dem Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee, eine Gedenkstunde statt, gemeinsam gestaltet von Franziskanerinnen und der Lüdinghauser Pax-Christi-Gruppe. Im Mittelpunkt stand ein bewegendes polnisch-deutsches Lebensschicksal, nach dessen Vorstellung das Gotteslob des mit Jesus schwangeren Mädchens Maria erklang.


Betroffenes Schweigen herrschte am Freitag im Deutschen Bundestag, nachdem Marcel Reich-Ranicki gerade seine Rede beendet hatte. Als Überlebender aus dem „jüdischen Wohnbezirk“ der okkupierten polnischen Hauptstadt, dem Warschauer Ghetto, hatte er einen erschütternden Einblick vermittelt in die technokratische Vernichtungspraxis der Nazis, die ihren Ausgang genommen hatte mit der berüchtigten Wannseekonferenz vom 20. Januar 1942, also vor ziemlich genau 70 Jahren. Damit schärfte der prominente Zeitzeuge zugleich den Blick auf die jüngeren Aktivitäten von Neonazis, für deren mörderisches Treiben selbst der Verfassungsschutz lange blind war.

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Auch im Antoniuskloster fand am Freitag, dem Jahrestag der Befreiung von Auschwitz durch die Rote Armee, eine Gedenkstunde statt, gemeinsam gestaltet von Franziskanerinnen und der Lüdinghauser Pax-Christi-Gruppe, heißt es in einer Pressemitteilung. Im Mittelpunkt stand ein bewegendes polnisch-deutsches Lebensschicksal, nach dessen Vorstellung das Gotteslob des mit Jesus schwangeren Mädchens Maria erklang. Im „Magnificat“ preist sie die Macht und Größe des Herrn, die sich in der Erhöhung der Niedrigen zeige.

Zuvor hatten Kerstin Bley und Georg Habernoll das im Warschauer Ghetto entstandene jiddische Lied vom „Kelbl“, das zur Schlachtbank geführt wird und seinen Mund nicht auftut, vorgetragen, in Anlehnung an das „Gottesknecht“-Lied im 53. Kapitel des prophetischen Buches Jesaja. Anschließend sprach auch der stellvertretende Bürgermeister Artur Friedenstab ein Wort des Gedenkens, das in eine Bitte an Gott mündete.            


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