21 jecke Mädchen bauen ihren eigenen Wagen für den Umzug

Do., 09.02.2012

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21 Mädels zimmern eigenen Wagen

21 jecke Mädchen bauen ihren eigenen Wagen für den Umzug : 21 Mädels zimmern eigenen Wagen

Eifrig schrauben, sägen und bohren die 21 Ottmarsbocholter Mädels an ihrem ersten eigenen Karnevalswagen. Auf Tour geht er am Sonntag beim Umzug in Otti-Botti. Foto: hela

Ottmarsbocholt - 

WN4YOU-Mitarbeiterin ist mit dem Karnevalsvirus infiziert und freut sich schon auf Sonntag

Von Helena Halsbenning

Frei nach dem Motto „Selbst ist die Frau“, bauen wir uns ein eigenes „Wägelchen“ für den Karnevalsumzug in Ottmarsbocholt am Sonntag. Als echtes Ottmarsbocholter Eigengewächs ist man mit „Otti-Botti Helau“ und dem Jallermann unheilbar mit dem Karnevalsvirus infiziert. „Die beste Jahreszeit, ist die fünfte Jahreszeit“, sind sich meine Freundinnen Marta Diekel und Verena Overbeck einig. „Wir“, das sind 21 Mädchen zwischen 16 und 17 Jahren, beteiligen uns in diesem Jahr schon zum dritten Mal am örtlichen Karnevalsumzug.

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Mit selbst genähten Rotkäppchenkostümen feierten wir 2010 unser erstes gemeinsames „Umzugsdebüt“. Damals konnten wir uns lediglich mit einem Bollerwagen und einem feschen Spruch in die Karawane einreihen.

Mit dem Slogan „Petticoat und pinke Lippen, wir sind bereit auszuflippen“ tauchten wir in der Karnevalssession 2011 als Rock’n’Roll-Girls auf. Auch diese Kostüme stammten aus eigener Produktion.

Aber nicht nur Fingerfertigkeit fürs Nähen haben wir bisher bewiesen, sondern auch handwerkliches Geschick. So steckten wir uns in dieser Session anspruchsvollere Ziele, denn es sollte einstimmig ein selbst gebauter Wagen her. Mit viel Motivation tüftelten wir einen Plan für eine gewagte, aber umsetzbare Konstruktion unseres ersten „Selfmade- Karnevalswagens“ aus. Er soll genug Platz für Verpflegung und Kamelle bieten, dabei aber nicht zu sperrig, leicht zu ziehen sein und natürlich zusätzlich unseren optischen Ansprüchen gerecht werden.

Da wir allerdings auch nicht wollten, dass der Wagen bei seiner ersten Probefahrt direkt wieder in seine Einzelteile zerfällt, gingen wir mit unseren Plänen zu einem echten Fachmann. Denn, auch wenn wir das nur ungern zugeben, so ganz ohne männliche Hilfe kamen selbst wir nicht weiter.

Bei diesem Experten handelte es sich um Reinhard Lindfeld, selbstständiger Metallbauer, der günstigerweise der Vater einer unserer Karnevalistinnen ist. Er stand uns mit Rat und Tat zur Seite und stellte uns die Räumlichkeiten zur Verfügung, um unsere Ideen zu verwirklichen.

Bei 21 eifrigen Mädels fällt die gleichmäßige Aufgabenverteilung natürlich nicht leicht, daher kümmerten sich diejenigen, die nicht sonderlich handwerklich versiert sind, um die Organisation von Verpflegung und Budget. Die restliche Truppe erprobte – jetzt schon zum vierten Mal – an einem recht verschlafenen Samstagmorgen ihre Fähigkeiten im Umgang mit Hammer, Säge und Bohrmaschine. Auch hierbei läuft alles unter dem Motto „Nur der gute Wille zählt“ und „Dabei sein ist alles“.

Selbst ein kleiner recht feuriger Zwischenfall kann uns nicht davon abhalten, Sonntag mit unserem Karnevalswagen der Marke Eigenbau, flotten Kostümen, viel guter Laune und Kamelle im Gepäck beim alljährlichen Karnevalsumzug an den Start zu gehen.


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