Motorsportler aus ganz Europa trafen sich:
Mo., 06.02.2012
Tradition lebt wieder auf
Den amtierenden Weltmeister Adolf Hänni aus
Lüdinghausen -
Motorsportler aus ganz Europa – genauer gesagt Gespannrennfahrer – trafen sich jetzt in Lüdinghausen, um über die Zukunft ihres Sports zu diskutieren. Dabei kam auch die Geselligkeit bei Peters am Kanal nicht zu kurz.
|
|
Die Steverstadt hatten sich Motorsportfreunde der „IG Gespannrennen“ (IGG) als Tagungsort für ihre Mitgliederversammlung ausgewählt. Dieser Verein, dem Sportler aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Finnland angehören, wurde 1995 als Selbsthilfeorganisation gegründet, um die Tradition des Seitenwagensports auf der Straße aufleben zu lassen. Albert Raesfeld, Vorsitzender des Auto- und Motorsportclubs und Reifenfachmann der IGG, hatte seine Kameraden nach Lüdinghausen eingeladen.
Mit den Gespannen, auf denen Albert Raesfeld in den 80-er Jahren auf Europas Gras- und Langbahnen Erfolge feierte, haben die Sidecars der IGG nicht viel gemeinsam. Diese sind total verkleidet und werden fast nur auf den Grand Prix-Strecken in Europa gefahren.
Die meisten Mitglieder, unter ihnen der Schweizer Weltmeister Adolf Hänni, waren bereits am Freitag angereist und hatten sich im Hotel „Zur Post“ einquartiert. Nach einem Stadtbummel am Samstagmorgen stand eine Besichtigung des Schiffshebewerks in Henrichenburg auf dem Programm, dessen alte Technik bei den Motorsportlern auf großes Interesse stieß. Zur abendlichen Versammlung in „Peters Scheune“ am Kanal hieß der stellvertretende Bürgermeister Jo Weiand die Gäste im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt willkommen. In seinem Grußwort betonte er die gute Zusammenarbeit der Stadt mit dem heimischen AMSC.
Themen wie die enormen Nenngelder (im Gegensatz zu den Bahnsportlern gibt es bei den Sidecars kein Geld zu gewinnen), der Terminkalender (2012 werden die Sidecars beim Moto-GP auf dem Sachsenring im Rahmenprogramm starten) sowie die Wahlen zum Vorstand waren die wichtigsten Themen der Tagesordnung. Ralf Bohnhorst vom FIM-Straßensport sowie der Schweizer Fahrwerkskonstrukteur Louis Christen standen der Versammlung anschließend Rede und Antwort, bevor das internationale Treffen in geselliger Runde aus klang.
