Umfrage unter den weiterführenden Schulen:

Mi., 01.02.2012

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67,5-Minuten-Modell macht Schule

Umfrage unter den weiterführenden Schulen: : 67,5-Minuten-Modell macht Schule

Elisabeth Hüttenschmidt Foto:

Lüdinghausen - 

Das 67,5-Minuten-Stunden-Modell der Realschule zieht weitere Kreise. Auch an anderen weiterführenden Schulen der Stadt macht man sich über die Einführung des Vier-Stunden-Vormittags Gedanken.

Von Werner Storksberger

Die 67,5-Minuten-Stunde könnte Schule machen. Darin sind sich die Schulleitungen der weiterführenden Schulen Lüdinghausens einig. Die positiven Erfahrungen, die an der Realschule mit dem Vier-Stunden-Vormittag gemacht wurden (die WN berichteten), könnten durchaus Einfluss auf den künftigen Unterrichtsalltag der Nachbarschulen haben. Das ergab eine Umfrage der WN.

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Was an der Nachbarschule sich entwickelt hat, blieb natürlich der Gemeinschaftshauptschule nicht verborgen. „Wir sind in der Diskussion“, erläuterte Gertrud Derpmann, Schulleiterin der Gemeinschaftshauptschule, den Stand der Meinungsbildung zu diesem Thema. Das Thema Unterrichtszeit soll in diesem Jahr ein Schwerpunkt der „innerschulischen“ Diskussion sein, kündigte die Schulleiterin an. Sie sehe die Vorteile des Realschul-Modells („entspannteres Lernen für alle“), hat allerdings noch ganz konkrete Fragen.

Dem Realschul-Modell steht Ulrich Schweers, stellvertretender Schulleiter des Canisianums, aufgeschlossen gegenüber. Im Rahmen eines Fortbildungstages habe sich das Kollegium bereits mit der Reform der Unterrichtsstruktur befasst. Ein „beruhigteres Lernen“ sei sicherlich ein Vorteil, so die Einschätzung des Pädagogen. Voraussetzung, um Änderungen vorzunehmen, sei nicht nur die Übereinstimmung mit dem Schulgesetz. Auch mit dem St.-Antonius-Gymnasium, mit dem man schließlich kooperiere, müsse das Vorgehen abgestimmt werden.

So sieht es auch Anton-Schulleiterin Elisabeth Hüttenschmidt: „Alleine läuft nichts.“ Sie versicherte, dass man das, was an der Realschule geschehe, mit Interesse beobachte. Eine solche Unterrichtszeit-Reform könne durchaus auch für das städtische Gymnasium interessant sein. Dort, so räumte die Schulleiterin allerdings ein, habe man buchstäblich viele andere aktuelle Baustellen. Derzeit wolle man kein neues Fass aufmachen.

Auf schulinterne Dinge will die Stadt Lüdinghausen keinen Einfluss nehmen. Die Verwaltung, so Beigeordnete und Schuldezernentin Christine Karasch, verfolge das Realschul-Modell mit Interesse. Voraussetzung dafür, dass andere Schulen „mit ins Boot“ steigen, müsse jedoch sein, dass der Schulbusverkehr praktikabel und kostengünstig bleibt. Er dürfe sich auf keinen Fall erhöhen, so die Beigeordnete.


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