Fr., 09.11.2012

Windrad wie eine Spirale Energiewende vor jeder Haustür

Windrad wie eine Spirale : Energiewende vor jeder Haustür

Noch ruht Aerolus 1.3 in der Transportkiste. Peter Nehls (r.) und Paul Steinebach (l.) freuen sich jedoch schon darauf, dass die Anlage aufgerichtet wird, wie es die Fotomontage vorweg nimmt. Foto: west

Lüdinghausen - 

Windkraftanlagen, bei denen sich ein senkrecht stehender Rotor wie eine Spindel dreht, vertreibt Paul Steinebach bundesweit. Im Gewerbegebiet Tetekum steht demnächst die erste Anlage des niederländischen Herstellers.

Von Werner Storksberger

Noch ruht Aerolus 1.3 in seiner Transportkiste. Grasgrün ist die dreiflügelige Spirale, auf die Paul Steinebach große Hoffnungen setzt. Schon bald soll sich dieses senkrecht stehende Windrad als erste Anlage ihrer Art im Gewerbegebiet Tetekum drehen. Doch das soll erst der Anfang sein. Steinebach hat sich mit seiner Firma „ Energiewende “ mittlerweile die Alleinvertriebsrechte für diese Windkraftanlage gesichert. Die Anlage an der Robert-Bosch-Straße soll quasi als Demonstrationsanlage dienen und Vorzeige-Charakter haben.

Wer „daheim“ seinen Strom erzeugt, konnte bisher in erster Linie auf die Photovoltaik zurückgreifen. Auf die Windkraft wurde in der Steverstadt bisher so gut wie nicht gesetzt. Auch Mini-Blockheizkraftwerke sind eher selten. Das könnte sich mit der Windturbine, die in den Niederlanden produziert wird und dort auch schon standardmäßig im Einsatz ist, ändern. In Gewerbegebieten könnte die Anlage bei einer Höhe von bis zu zehn Metern ohne Genehmigung – per Bauanzeige – errichtet werden. Gerade im Gewerbebereich könnte die sich drehende Anlage jedoch noch einen weiteren Zweck erfüllen: Mit dem passenden Firmenlogo komplettiert, wäre die Windkraftanlage ein besonderer Hingucker. Das war übrigens auch für den Landschaftsbauer Peter Nehls ein Argument zur Anschaffung der Anlage. Aber natürlich will auch er den produziert Strom selber verbrauchen oder ins Netz einspeisen. Beispielsweise für Landwirte, die im Außenbereich viel Wind „ernten“ können und gleichzeitig permanent auch Strom verbrauchen, könnte die Windkraftanlage interessant sein. „Je mehr Strom direkt verbraucht wird, desto interessanter wird die Anlage“, so Steinebach, der beim Vertrieb der Windkraftanlagen einen Partner sucht.

Aber in erster Linie will Paul Steinebach mit seiner CE-zertifizierten Windkraftanlage Strom produzieren und zur Energiewende beitragen. Mit seiner Nennleistung von 1,3 Kilowatt könnte die Anlage Energie für den Eigenverbrauch oder für die Einspeisung ins Netz produzieren. Rechnerisch würde der Bedarf eines Vierpersonenhaushalts gedeckt. Vorteil der vertikal-achsigen Anlage ist, dass die Turbine bereits bei geringer Windströmung anspringt, aber auch bei Sturm noch funktioniert. Sie kann ohne Leistungsverlust nahe an Gebäuden aufgestellt werden. „Die Bildung von Verwirbelungen durch Gebäude kann durchaus auch ein Vorteil sein“, so Steinebach. Windrichtungen spielen keine Rolle. Vorteil für den Investor ist auch, dass die Anlage, die mit einem „Axialfluss-Permanentmagnet-Generator“ ausgestattet ist, völlig wartungsfrei arbeitet.

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