Pastoralreferentin Christiane Poppe berichtet von der indonesischen Insel Sumba
(Bildungs-)Armut ist weiblich

Lüdinghausen -

Die lüdinghauserin Christiane Poppe engagiert sich seit vielen Jahren auf der indonesischen Insel Sumba für die Belange von Frauen, deren Alphabetisierung und Ausbildung. Sumba liegt im indischen Ozean im östlichsten Teil des Inselarchipels Indonesien. Im Rahmen der „Tankstille“ am Montag (25. Februar) um 19 Uhr im Anto­niuskloster wird sie über ihre Arbeit vor Ort berichten.

Samstag, 23.02.2013, 15:02 Uhr

„Fast zwei Drittel der rund 759 Millionen Analphabeten weltweit sind Frauen“, erklärt die Lüdinghauser Pastoralreferentin Christiane Poppe . Seit vielen Jahren engagiert sie sich auf der indonesischen Insel Sumba für die Belange von Frauen, deren Alphabetisierung und Ausbildung. Sumba liegt im indischen Ozean im östlichsten Teil des Inselarchipels Indonesien . Die Menschen dort leben hauptsächlich von Landwirtschaft, und die Kinder erhalten kaum Schulbildung. Oft sei die Benachteiligung von Frauen und Kindern nicht einmal in einer bewussten Diskriminierung, sondern im Festhalten an überholten Traditionen und häuslichen Rollenverteilungen begründet. Zudem erhielten weibliche Familienmitglieder durchschnittlich weniger zu essen und würden medizinisch schlechter versorgt.

„Mädchen armer Familien müssen oft im Haushalt oder in der Landwirtschaft mitarbeiten, um das Überleben der Familie zu sichern“, berichtet Christiane Poppe. Die Familien leben in entlegenen Dörfern, die nur über Fußwege zu erreichen sind. Eltern können die Kosten für Schuluniformen und Lernmaterialien nicht aufbringen. Oftmals fehle es an weiblichen Lehrkräften und angemessenen sanitären Anlagen für Mädchen. Eine frühe Verheiratung zwinge Mädchen dazu, die Schule ohne Schulabschluss zu verlassen. Der beste Schutz davor ist es, langfristig den Mädchen gute Bildungsangebote zur Verfügung zu stellen.

Die ADM-Schwestern stellen durch ihre Tätigkeit im Kindergarten, in der Schule, im Krankenhaus, der sozialen Arbeit mit den Frauengruppen in den Dörfern das Vertrauen zu den Familien her und informieren über die Wichtigkeit der Schulbildung für ihre Kinder. Es wird versucht, ein neues, starkes und unterstützendes Bildungssysteme vor Ort aufzubauen. Mit Hilfe von Misereor entsteht seit 2012 ein Lehrerseminar im Westen Sumbas, in der Nähe von Weetebula. Hier werden Ausbildungsseminare für Lehrer und Lehrerinnen eingerichtet, um professionellen Unterricht in Zukunft zu gewährleisten.

Neben dem Beratungsangebot der Schwestern Gertrudis und Rufina in den Dörfern, leistet das unter Mithilfe des Frauenmissionswerkes PMF aufgebaute Frauenzentrum in Tambolaka, im erweiterten Rahmen der dörflichen Caritasarbeit verheirateten und unverheirateten Frauen ab 18 Jahre, eine praktische Ausbildung in den Bereichen: Gesundheit, Erziehung, Ernährung, Weben, Nähen und Landwirtschaft. Mit dem Ausbildungsprogramm zum Sojaanbau, der Weiterverarbeitung zu Tofu und einem einfachen Filtersystem für Brunnen- und Regenwasser, wird ein gesunder Beitrag zur Ernährungslage der Menschen geleistet.

► Im Rahmen der „Tankstille“ am Montag (25. Februar) um 19 Uhr im Anto­niuskloster wird Christiane Poppe über ihre Arbeit auf Sumba berichten. Dabei geht es vor allem um Bildungsnot und mangelnde Ernährung.

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