Sa., 20.04.2013

Falkner Marko Loerke präsentierte seine Greifvögel im Clara-Stift Sancho mag gern Hühnchen

Die Artgenossen von Wüstenbussard Ahab stammen aus Nordamerika. Falkner Marko Loerke aus Brandenburg stellte seinen jagenden Begleiter den Senioren im Clara-Stift vor. Mit dabei war auch Geierfalke Sancho (kl. Foto).

Die Artgenossen von Wüstenbussard Ahab stammen aus Nordamerika. Falkner Marko Loerke aus Brandenburg stellte seinen jagenden Begleiter den Senioren im Clara-Stift vor. Mit dabei war auch Geierfalke Sancho (kl. Foto). Foto: wer

Seppenrade - 

Marko Loerke ist Falkner aus Leidenschaft. Die Faszination des Umgangs mit den Jägern der Lüfte vermittelte er am Donnerstag den Bewohnern des Seppenrader Clara-Stifts.

Von Peter Werth

Sancho ist ein kleiner Gauner, quasi die diebische Elster aus Südamerika . Diesen Charakterzug seines Geierfalken beschrieb Falkner Marko Loerke seinen Zuhörern im Clara-Stift am Donnerstag. Gemeinsam mit seinen „Flugbegleitern“ Sancho, dem Wanderfalken Momo, dem Wüstenbussard Ahab und dem Adler Tilla war er aus dem Brandenburgischen ins Rosendorf gekommen. Geierfalke Sancho, an sich ein friedvoller Geselle, so Marko Loerke , sei ein Tier, das sich in freier Wildbahn für alles interessiere, was nicht niet- und nagelfest ist. ein rasanter Anflug des Greifvogels – und schwups, schon sei das Beutestück auf Nimmerwiedersehen weg. Mit dem gleichen Beutein­stinkt schnappt Sancho sich am Ende der Vorführung seine schmackhafte Belohnung – ein kleines Hühnchenküken.

Mit viel Enthusiasmus und Humor vermittelte der 49-Jährige den Senioren seine Leidenschaft für die Falknerei. Diese habe ein Kinderbuch geweckt, das ihm seine Eltern geschenkt hatten. „Das Buch hieß ,Und fing sich einen Falken‘ von dem Autor Barry Hines“, sagte Loerke. Der damals Zwölfjährige versuchte dann die aus der Lektüre gewonnenen Erkenntnisse an seinem Wellensittich auszuprobieren. „Der Vogel ist mir dann sogar im Wald hinterhergeflogen“, erzählte er mit einem Schmunzeln. Aus einem Hobby sei mit den Jahren ein Beruf geworden, den er seit 1996 ausübt.

Doch neben den Aktivitäten mit den Jägern der Lüfte hat es sich der Falkner zur Aufgabe gemacht, den Menschen über die Greifvögel zu berichten und sie vorzuführen. Dafür ist er häufig unterwegs, immer begleitet von einigen seiner Vögel. Die stellt er dann auch Schulklassen oder anderen interessierten Gruppen vor. Und er informiert dabei nicht nur über den Beruf des Falkners – von denen gibt es circa 2500 in Deutschland –, sondern auch über den Weg dorthin wie auch den Umgang mit den Tieren.

Wer die Falknerei besonders intensiv erleben will, kann sogar gegen entsprechendes Entgelt einen ganzen Tag mit Falkner Marko Loerke verbringen.

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