So., 26.05.2013

Tag der offenen Tür im St.-Marien-Hospital Das OP-Besteck lag schon bereit

Im Operationssaal lag das Besteck zur Operation einer Bandscheibe bereits parat. Diese Operationen werden in Zukunft häufiger gemacht.

Im Operationssaal lag das Besteck zur Operation einer Bandscheibe bereits parat. Diese Operationen werden in Zukunft häufiger gemacht. Foto: west

Lüdinghausen - 

800 Interessierte nutzten am Samstag die Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des St.-Marien-Hospitals zu werfen. Mit dieser Veranstaltung wurden der Öffentlichkeit die neuen Bereiche – Wirbelsäulenchirurgie, Plastische Chirurgie, Innere Praxis sowie die Zentrale Aufnahme – vorgestellt.

Von Werner Storksberger

„Global denken, lokal handeln – dieser Ansatz ist hier vorbildlich umgesetzt worden.“ Das versicherte am Samstagmorgen Dr. Heinz Baues , Abteilungsleiter im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz, im Rahmen der Verleihung des Gütesiegels „Energiesparendes Krankenhaus“ an das St.-Marien-Hospital. Das Lüdinghauser Krankenhaus ist das zehnte Hospital, das mit diesem Siegel ausgezeichnet wurde – 40 gibt es in ganz Deutschland . Diese Würdigung der Umweltschutz-Bemühungen des Hospitals fand im Rahmen des Tages der Offenen Tür statt, mit der das St.-Marien-Hospital seine „Neuheiten“ vorstellte.

Während für das Direktorium die Auszeichnung durch die Umweltschutzorganisation sicherlich ein Höhepunkt des Tages war, stand für zahlreiche Bürger die Besichtigung der neuen Räume im Mittelpunkt. Am Samstagnachmittag hatten die Interessierten die Chance, hinter die Kulissen des St.-Marien-Hospitals zu blicken. Mit diesem Tag der offenen Tür präsentierte das Hospital mehrere neue Bereiche: die Zentrale Aufnahme, der neue Endoskopiebereich mit der am Krankenhaus angesiedelten Praxis für Innere Medizin, die Plastische Chirurgie und die Wirbelsäulenchirurgie .

„Das Aushängeschild dieses Hauses sind nicht nur die neuen Räume – es sind auch die Menschen mit ihrer Fürsorge, ihrem Geist und ihrer Liebe für ihre Arbeit. Alles kommt hier zusammen.“ Das versicherte Pfarrer Stephan Kreutz, der gemeinsam mit der ehrenamtlichen Krankenhausseelsorgerin Doris Ratzek die kleine ökumenische Andacht gestaltete. Beide besuchten anschließend die neuen Bereiche und überreichten dort Kreuze, die an den christlichen Geist des Hauses erinnern sollen.

„Die wohnortnahe Versorgung der Bürger wird verbessert“, unterstrich Dr. Ansgar Klemann , Geschäftsführer des St.-Marien-Hospitals, die Bedeutung der neuen Abteilungen und Sektionen. Klemann dankte den Mitarbeitern und Patienten für die Geduld und die Duldsamkeit, die während der Bauphase erforderlich war, denn die Umbauarbeiten fanden während laufenden Krankenhausbetriebs statt.

„Der Klimawandel ist eine Herausforderung unserer Zeit. Sie leisten einen Beitrag dazu, sie zu meistern“, versicherte Dr. Heinz Baus, Abteilungsleiter des Ministeriums in Düsseldorf. Er gratulierte dem Krankenhaus dazu, dass durch die Umstrukturierungen nicht nur die Energiekosten um 150 000 Euro gesenkt werden konnten.

Die Auszeichnung mit der Plakette des BUND ist in erster Linie auf die Installation eines Blockheizkraftwerkes, das mit Bio-Gas „befeuert“ wird, zurückzuführen. Darüber wurden erhebliche Energieeinsparungen durchgeführt – von der Dachsanierung bis zur Energiesparlampe. „Das Hospital hat nicht nur zukunftsorientiert neue Konzepte bei der Patientenversorgung entwickelt, sondern auch in das Thema Klimaschutz investiert. Sie haben realisiert, was andere noch nicht wahrnehmen wollen: Der Klimawandel ist in vollem Gange“, würdigte Harald Nölle vom BUND Landesverband NRW die Anstrengungen des Hospitals.

Ein frischer Gipsarm gefällig? Ein Blick in den Operationsraum werfen, in dem das Besteck für die Bandscheibenoperation bereit liegt? Eine endoskopische Fahrt mit der Kamera durch die Speiseröhre in den Darm? Das alles war am Samstagnachmittag möglich. Die neuen Abteilungen stellten sich vor. Mit diesem Tag der offenen Tür unternahm das Krankenhaus einen enormen Kraftakt, denn es waren nicht nur rund 50 Mitarbeiter im Einsatz. Es mussten auch Hygienevorschriften eingehalten werden. So musste noch am Abend nach dem Tag der offenen Tür der Operationssaal wieder steril für die nächste OP hergerichtet werden. Ohnehin herrschte den ganzen Tag über im Krankenhaus neben dem „Feiertag“ auch der Alltag.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

Mehr zum Thema

karriere.ms Anzeigen

Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1680843?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F1781495%2F1781496%2F