Mo., 05.05.2014

Stichwort Cybermobbing: Über Liebe und Tod aus dem Netz

Mit nachdenklichen Mienen lauschten die Schüler den Auszügen von Janet Clark (kleines Foto) aus ihrem Roman.

Mit nachdenklichen Mienen lauschten die Schüler den Auszügen von Janet Clark (kleines Foto) aus ihrem Roman. Foto: chrb

Lüdinghausen - 

„Sei lieb und büße“ lautet der Titel eines Thrillers der Autorin Janet Clark. Derzeit ist das Buch Pflichtlektüre an Schulen in Lüdinghausen und Senden.

Von Christian Besse

„Sei lieb und büße“ – so heißt der im vergangenen Jahr erschienene Roman der Münchnerin Janet Clark. Der Thriller, der sich mit dem Thema „Internetmobbing“ unter Schülerinnen befasst, ist zurzeit Pflichtlektüre der Schüler aus Lüdinghausen und Senden, die in das „Projekt Cybermobbing“ der Vhs und der Hörspiel-Produzentin Beate Barth (WN berichteten) integriert sind.

Am Montag konnten die Achtklässler Janet Clark selbst kennenlernen. Die Schriftstellerin, die neben Thrillern auch Jugendbücher schreibt (siehe Infokasten), war aus München nach Lüdinghausen gereist, um in drei Lesungen in den Aulen des Canisianums und der Realschule den insgesamt rund 350 Projekt-Schülern aus „Sei lieb und büße“ Auszüge vorzutragen und Fragen zu beantworten.

Der Roman handelt von drei Schülerinnen – die eine verliebt sich in ihren Basketball-Trainer, der kurz darauf verunglückt, die zweite wählt die falschen Freundinnen und die dritte ist bereits tot (ihre Sichtweise erfährt der Leser aus ihren Tagebucheinträgen).

Wie sie zu der Idee zu dem Roman gekommen sei, wollte eine Schülerin wissen. Die Initialzündung, so Clarks Antwort, sei ein Artikel gewesen, der über eine Selbstmordwelle unter jugendlichen Internetmobbing-Opfern in den USA berichtete. Die Autorin weiter: „Inzwischen ist diese Selbstmordwelle in Deutschland angekommen.“ Nicht alle, die über ihre Mitschüler etwa via Facebook herzögen, seien schlechte Menschen. Aber: „Es ist eine Kultur, die sich bei uns breitgemacht hat – einer schreibt was, und die anderen hängen sich dran, ohne groß darüber nachzudenken.“

Um so nachdenklicher wirkten dafür die Schüler während der Lesungen. Auch die Fragen an Clark kamen eher verhalten. Desinteresse am Stoff kann es nicht gewesen sein: Nach dem eigentlichen Ende der Veranstaltungen kamen jeweils Dutzende der Mädchen und Jungen nach vorne an die Bühne, um sich von der Autorin den Roman signieren zu lassen.

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