Sa., 10.01.2015

Initiative „Hoffnungsschimmer“ 4000 Kilometer mit 40 000 Euro

Der Wintereinbruch folgte unmittelbar nach dem Besuch der Hilfsorganisation. Die Flüchtlinge stellten sich mit Holzhacken darauf ein.

Der Wintereinbruch folgte unmittelbar nach dem Besuch der Hilfsorganisation. Die Flüchtlinge stellten sich mit Holzhacken darauf ein. Foto: di

Senden/Diyarbakir - 

Vertreter der Aktion „Hoffnungsschimmer“ nehmen berührende Eindrücke von ihrer Reise in kurdische Regionen mit.

Von Dietrich Harhues

Eine kurze Reise mit langer Wirkung: „Es wird dauern, bis wir die Eindrücke richtig verarbeitet haben“, resümierte Pfarrer Klemens Schneider die fünf Tage im Südosten der Türkei . An seinem Pfarrhaus startete die zehnköpfige Delegation am Sonntag um acht Uhr, erst nach 21 Uhr desselben Tages war das Ziel Diyarbakir erreicht.

Über rund 4000 Kilometer will „ Hoffnungsschimmer “ eine Brücke schlagen. Um das zu ermöglichen, diente der erste Besuch dazu, Kontakte zu knüpfen. Was deshalb hervorragend gelang, weil Dennis Necat Bozan von der Gesellschaft ezidischer Akademiker (GEA) und Orhan Atalan vom Deutsch-Kurdischen Freundeskreis Senden ihre Fühler durch Visiten und Telefonate schon vorher ausgestreckt hatten.

Spannend blieb allein die Anfahrt trotzdem. Denn die Spendensumme von über 40 000 Euro wurde als Bargeld transportiert. Wozu Bürgermeister Alfred Holz, Klemens Schneider sowie sein evangelischer Pfarrer- Kollege Stefan Benecke mit „schweren“ Brustbeuteln die Kontrollen überwanden. Damit verstießen sie zwar gegen keine Zollvorschriften, hätten beim genaueren Abtasten aber wohl Erklärungsbedarf ausgelöst. Der Plan, ein Konto in der Türkei einzurichten, wurde verworfen, denn dort hätte das Geld erst mehrere Wochen lagern müssen, bis es verfügbar gewesen wäre. Für eine schnellere Überweisung hätte Hoffnungsschimmer 1000 Euro Gebühren berappen müssen.

Am Ziel angekommen, entpuppten sich der Zeitplan als eng und die Distanzen, zumal mit Schnee auf Autobahnen, als weit. Der kurdische Regionalverband, der auch als künftiger Projekt-Partner der Flüchtlingshilfe fungiert, stellte aber Fahrer und Kleinbus, vermittelte Unterkünfte – und sorgte für Gesprächspartner und Einblicke: Die Delegation wurde stets von Gemeindeoberhäuptern empfangen. Und die waren in den meisten Fällen Frauen, denn in den Kommunen der Region um Diyarbakir hat stets eine Doppelspitze das Heft in der Hand.

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