Fr., 30.01.2015

Feuerwehr empfiehlt Installation von Rauchmeldern „Der Tod kommt schleichend“

Klaus Hesselmann wirbt für die Installation von Rauchmeldern. Dieses Gerät, das er hier präsentiert, ist mit anderen Meldern vernetzt.

Klaus Hesselmann wirbt für die Installation von Rauchmeldern. Dieses Gerät, das er hier präsentiert, ist mit anderen Meldern vernetzt. Foto: west

Lüdinghausen - 

Den Tod einer 33-jährigen Hausbewohnerin, die an den Folgen eines Schwelbrandes starb, nimmt die Feuerwehr zum Anlass, auf lebensrettende Rauchmelder aufmerksam zu machen. Die Frau war im Schlaf von einem Schwelbrand überrascht worden.

Von Werner Storksberger

„Drei Atemzüge können reichen. . .“ Ziemlich drastisch macht Klaus Hesselmann auf die Auswirkungen von Rauchgasen aufmerksam. „Wenige Minuten reichen bis zum Tod“, versichert der Löschzugführer der Freiwilligen Feuerwehr Lüdinghausen . Er nimmt den Tod einer 33-jährigen Hausbewohnerin noch einmal zum Anlass, um „eindringlich“ auf die Bedeutung von Rauchmeldern hinzuweisen. Hesselmann gibt diese Hinweise auch noch aus einem anderen Grund: Als Brandschutztechniker der Stadt Lüdinghausen ist es auch seine Aufgabe, die Bürger über vorbeugenden Brandschutz zu beraten.

Schon vor Jahren hatte sich die Feuerwehr dafür stark gemacht, dass die Installation von Rauchmeldern verpflichtend wird. Mittlerweile wurde diese Forderung umgesetzt: Ab dem 1. Januar 2017 muss jede Wohnung mit Rauchmeldern ausgestattet sein. „Wer sie jetzt noch nicht installiert hat, sollte aber nicht bis zum Ablauf der Frist warten“, appelliert der Brandschutz-Experte der Stadtverwaltung an die Wohnungsbesitzer und -mieter. Aus gutem Grund: „Im Schlaf kann man nicht riechen oder schmecken. Der Tod kommt schleichend.“

Auch wenn mittlerweile schon viele Wohnungsbesitzer Rauchmelder installiert haben, so verweist Hesselmann darauf, dass die Geräte häufig am falschen Ort eingebaut wurden. „Sie müssen in jedem Schlafzimmer und in jedem Rettungsweg zu finden sein.“ Das preiswerteste Modell zu nehmen, sei auch nicht gerade der Weisheit letzter Schluss. Der Feuerwehrmann rät dazu, statt irgendwelcher Billig-Produkte lieber ein Gerät aus dem Fachhandel zu wählen, zumal man sich dort auch bestens beraten lassen kann. Apropos Beratung: Diese Aufgabe übernimmt die Feuerwehr natürlich ebenfalls. Dabei geht es nicht nur um Modelle, sondern auch um den idealen Standort der Melder. Gerade für Eigenheime über mehrere Etagen empfiehlt die Feuerwehr zum Beispiel „vernetzte“ Rauchmelder. Wenn im Keller ein Brand ausbricht, werden damit auch die Hausbewohner im Obergeschoss geweckt. Das Feuer kann somit frühzeitig erkannt und bekämpft werden.

Was tun Nachbarn, wenn in der Wohnung nebenan ein Feuermelder losgeht, aber die Wohnungsinhaber nicht daheim sind? „Sie sollten auf jeden Fall die Feuerwehr alarmieren und keine Angst vor einem möglichen Fehlalarm haben“, so Hesselmann. Den besorgten Nachbarn entstehen auch durch einen daraus bedingten Fehlalarm keinerlei Kosten.

 

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