Doris Krüger offiziell als Kandidatin für Bürgermeisterwahl vorgestellt
„Stadt braucht anderen Politikstil“

Lüdinghausen -

Ihr Parteibuch habe sie inzwischen zurückgegeben, sorgte Doris Krüger, ehemalige Ratsfrau der CDU, gleich zu Beginn der Pressekonferenz für Klarheit. Am Mittwochabend wurde sie von SPD, Grünen und UWG offiziell als gemeinsame Kandidatin für die Bürgermeisterwahl am 13. September präsentiert (die WN berichteten schon am 14. Februar).

Donnerstag, 19.02.2015, 07:02 Uhr

Doris Krüger möchte Bürgermeisterin in Lüdinghausen werden. Sie ist die Kandidatin von SPD, Grünen und UWG. Am Mittwochabend wurde sie im Restaurant Mostar von der Findungskommission – Lars Reichmann (v.l. Grüne), Rafael Borgmann (UWG), Jürgen Berau (UWG), Eckart Grundmann (Grüne), Markus Kehl (UWG), Michael Spiekermann-Blankertz (SPD) und Niko Gernitz (SPD) – offiziell vorgestellt.
Doris Krüger möchte Bürgermeisterin in Lüdinghausen werden. Sie ist die Kandidatin von SPD, Grünen und UWG. Am Mittwochabend wurde sie im Restaurant Mostar von der Findungskommission – Lars Reichmann (v.l. Grüne), Rafael Borgmann (UWG), Jürgen Berau (UWG), Eckart Grundmann (Grüne), Markus Kehl (UWG), Michael Spiekermann-Blankertz (SPD) und Niko Gernitz (SPD) – offiziell vorgestellt. Foto: wer

„Ich bin nicht die Einzige, die glaubt, dass die Stadt einen anderen Politikstil braucht“, nannte sie einen der Gründe, warum sie sich entschlossen habe, sich auf die von den drei Ratsparteien geschaltete Zeitungsanzeige zu bewerben. Und, nahm sie gleich kursierenden Gerüchten den Wind aus den Segeln, sie habe ihren Hut innerhalb der Bewerbungsfrist – nämlich am letzten Tag – in den Ring geworfen.

Genau diesen neuen Politikstil in der Steverstadt, so sind Sozialdemokraten, Grüne und Unabhängige überzeugt, könne Doris Krüger erfolgreich umsetzen, erklärte SPD-Fraktionssprecher Michael-Spiekermann-Blankertz. Bei allen Differenzen bei Sachthemen hätten die drei Parteien nach einer Person gesucht, die dies umsetzen könne. Mit der 49-jährigen Juristin bei der Gemeindeprüfungsanstalt habe man die „beste Kandidatin für Lüdinghausen “ gefunden. „Wir trauen ihr zu, Lüdinghausen nach vorne zu bringen“, erläuterte er das einstimmige Votum der Findungskommission. Insgesamt habe es sechs Bewerbungen, aber auch viele weitere Anfragen gegeben, erklärte Eckart Grundmann (Grüne).

Doris Krüger verwies in ihrer Vorstellung vor allem auf die großen Herausforderungen, vor denen die Stadt stehe – Schulentwicklung, Inklusion, steigende Zahl von Asybewerbern. Hinzu kämen „desaströse Botschaften“ in Sachen Hallenbad sowie Kostenexplosion bei der Sanierung der Villa Westerholt und am Lüdinghauser Friedhof. Um all diese Probleme zu bewältigen, brauche es einen „Schulterschluss möglichst aller Parteien“. Der Bürgermeister lasse Politik und Bürger in vielen Fragen in Unkenntnis, seine Informationspolitik gegenüber dem Rat sei „zögerlich“. Da bedürfe es einer entschiedenen Kehrtwende.

Krüger sieht sich in ihrer Kandidatur als unabhängig von einem parteipolitischen Mandat. Es gehe bei der Wahl eben nicht um Parteiprogramme, sondern „um die richtige Persönlichkeit im Bürgermeisteramt“. Sie wolle „gestalten, moderieren und umsetzen, nicht dominieren“.

Sich selbst bezeichnete Doris Krüger als „begeisterte und leidenschaftliche Bürgerin dieser Stadt“, in der sie seit 2004 mit ihrer Familie lebe. Die Entscheidung für die Kandidatur habe sie lange und intensiv überlegt: „Es gab schlaflose Nächte.“

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