Sa., 23.05.2015

Segelflieger aus ganz Deutschland kommen zum Spezialisten-Treffen: Treffen im Zeichen des „V“

Die Besonderheit ist das Heck: Diese typischen Leitwerke waren eine Besonderheit in den 60er Jahren. Die Besitzer der Maschinen treffen sich an Pfingsten in den Borkenbergen.

Die Besonderheit ist das Heck: Diese typischen Leitwerke waren eine Besonderheit in den 60er Jahren. Die Besitzer der Maschinen treffen sich an Pfingsten in den Borkenbergen. Foto: west

seppenrade - 

Ralf Heinisch ist davon überzeugt: „Flugzeuge mit V-Leitwerk sind einfach schöner.“ Dass er das sagt, verwundert nicht. Der Vorsitzende des Luftsportclubs Marl ist stolzer Besitzer eines solchen Fliegers, und dem Club gehört ein weiteres Exemplar. Mehr noch: Der Club lädt an diesem Wochenende zum dritten Mal zum Treffen der Freunde dieser speziellen Bauart von Segelflugzeugen ein. Flug-Enthusiasten aus ganz Deutschland haben sich zu diesem Treffen im Zeichen des „V“ angekündigt.

Von Werner Storksberger

 

„Das war damals eine Modeerscheinung“, versichert Heinisch und macht gleichzeitig darauf aufmerksam, dass die V-Leitwerke keinen nennenswerten Vorteil gegenüber den klassischen Höhen- und Seitenrundern in „T“-Form haben. Nur: „Sie sind schöner.“ Davon sind auch die übrigen Enthusiasten überzeugt, die aus ganz Deutschland an diesem Wochenende in die Borkenberge kommen. Rund ein Dutzend Maschinen werden erwartet – darunter auch zwei Motorflugzeuge, die ebenfalls das auffällige Heck tragen.

„Das sind eigentlich fliegende Denkmäler“, unterstreicht der Vorsitzende des Marler Luftsportclubs den besonderen Status der Segelflugzeuge , die samt und sonders noch in klassischer Holzbauweise entwickelt wurden. Durchweg sind die Maschinen, die in den Borkenbergen zum Start geschoben werden, um die 50 Jahre alt. Angesichts der regelmäßigen Wartung ist die Technik wie neu. Und: Die elektronischen Instrumente haben längst den Weg ins Cockpit gefunden. Dass es Menschen gibt, die sich speziell dieser Bauart verschrieben haben, hängt nach Auffassung der Piloten damit zusammen, dass „es Liebhaberei ist, wie bei den Oldtimer-Fans“.

Ralf Heinisch ist begeisterter Besitzer einer SB 5, die er kaufte, als er noch keinen Flugschein hatte. Dass er sich 2001 für dieses Muster entschied, hatte zwei Gründe: Er kam vom Modellfliegen – und alle erfolgreichen Flugmodelle hatten V-Leitwerke. Der zweite Grund: „Es wurde mir gerade angeboten.“ Dass die aktuellen Segelflugzeuge leistungsfähiger sind, daher weiter fliegen, tragen Heinisch und die übrigen V-Fans mit Gelassenheit. Sie wissen, dass die Flugzeuge mit den Schmetterlingsleitwerken etwas Besonderes sind. „Damit fällt man überall auf.“

Dass der Marler Vereinsvorsitzende begeistert von den Treffen der V-Leitwerk-Freunde ist, hat einen guten Grund. „Ich wollte mich von Anfang an mit anderen Piloten über die Maschinen austauschen.“ Dazu wird am Pfingst-Wochenende genügend Gelegenheit bestehen. Aber es soll nicht nur gefachsimpelt werden. Angesichts des idealen Wetters stehen auch „Aus-Flüge“ an.

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