Mi., 27.04.2016

Schwarz-gelbe Träume Ausflug in die Dortmunder Arena

Im Stadion auf der Bank oder in der Umkleide des BVB – die Jugendlichen durften auf den Spuren der Bundesligaprofis wandeln.

Im Stadion auf der Bank oder in der Umkleide des BVB – die Jugendlichen durften auf den Spuren der Bundesligaprofis wandeln. Foto: mib

Seppenrade - 

Der SV Fortuna bescherte den jugendlichen Flüchtlingen aus dem Josefshaus einen unvergesslichen Tag in der Fußballwelt des BVB. Viele von ihnen kicken selbst mit großer Begeisterung.

Von Michael Beer

Das war für die jungen Flüchtlinge aus dem Josefshaus ein unvergesslicher Tag, den ihnen der SV Fortuna Seppenrade am Montag bereitete. Sie wurden eingeladen zu einem Besuch und einer Besichtigung des Westfalen-Stadions in Dortmund . Der Reisedienst Peters hatte den Bus samt Fahrer kostenlos zur Verfügung gestellt, das Autohaus Kaiser die Eintrittskarten für die Stadionführung übernommen.

Seit knapp fünf Monaten kümmert sich der SV Fortuna um die Flüchtlinge, die zwei Mal wöchentlich von Heinz Knust und Rolf Klaas trainiert werden. Zwei dieser Flüchtlinge kicken bereits bei den A-Junioren der Fortunen, einige andere nehmen am Training des ältesten Nachwuchses teil. Birgit Poschmann, Leiterin der Einrichtung im Josefshaus, einige ihrer Mitarbeiter, Walburga Krebber, Vorsitzende des SV Fortuna, ihr Stellvertreter Helmut Nottenkämper, Heinz Knust und Rolf Klaas, zwei Dolmetscher, sowie einige A-Junioren mit Trainer Lars Heimann begleiteten die 25 jungen Flüchtlinge aus dem Irak, Syrien und Afghanistan nach Dortmund.

Der Stadionführer hatte schon viel erlebt, wie er sagte, dass aber gleich zwei Dolmetscher, einer für Arabisch, eine für Farsi, ihn übersetzten, war ein Novum für ihn. Die jungen Leute bekamen den Mund kaum zu, als sie in die große Arena kamen. Bei jeder Gelegenheit wurden Fotos von der imposanten Anlage auf das Handy gebannt. Auf der Südtribüne, auf der 25000 Borussenfans für die berühmte „gelbe-schwarze Wand“ sorgen, schwappte sogar die La Olawelle durch das größte deutsche Stadion. Auch der VIP-Bereich und die Mixed-Zone, wo die Interviews geführt werden, wurden besucht. Überrascht waren die Gäste von der doch recht kleinen Mannschaftskabine der Borussen, die noch den Charme der 70er Jahre versprüht, als das Stadion gebaut wurde. Trotzdem waren sie stolz, auf dem Platz zu sitzen, wo sich Mats Hummels & Co. vor ihren Spielen umziehen, und nach den Begegnungen duschen oder sich massieren lassen. Die Stadionführung schloss mit einen Besuch im „Borusseum“, dem Museum des BvB, wo die Geschichte und Erfolge des Vereins in Wort und Bild, sowie die vielen wertvollen Pokale zu sehen sind.

Nach der Rückkehr ins Rosendorf hatten die Jugendlichen und ihre Betreuer die Gäste des SV Fortuna zu einem Grillabend in ihren Speiseraum eingeladen. Mit dabei war auch Heide Mersmann, Schwester von Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender des Bundesligisten Eintracht Frankfurt. Sie hatte wieder einige Trikots der Eintracht dabei, die zum Abschluss des Abends in einer großen Tombola mit weiteren schönen Preisen unter den Flüchtlingen verlost wurden. Dabei betonte Walburga Krebber, „dass wir uns gut verstanden haben, auch wenn wir nicht die gleiche Sprache sprechen“. Es sei gut, dass sich Menschen um Menschen kümmern, wie es Rolf Klaas und Heinz Knust tun. Birgit Poschmann, der Krebber zuvor einen Fortunenschal schenkte, dankte dem SV Fortuna, dass der Verein für ein wenig Abwechslung im Tagesablauf der jungen Leute sorgt. „Hoffentlich arbeiten wir auch weiterhin so gut zusammen“, bat sie.

Mit einem lauten „Dankeschön“ bedankten sich die jungen Flüchtlinge auf Deutsch für einen ereignisreichen Tag.

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