So., 18.09.2016

Frauen bitten um Unterstützung Es fehlt an allem

Vor fast leeren Regalen stehen Maria Gerwert vom SkF-Vorstand und ihre ehrenamtlichen Mitstreiterinnen Monika Hohenlöchter, Margret Friedenstab, Maria Faltin und Christiane Gehling (v.l.) in den Räumen des Haushaltskorbs an der Wolfsberger Straße.

Vor fast leeren Regalen stehen Maria Gerwert vom SkF-Vorstand und ihre ehrenamtlichen Mitstreiterinnen Monika Hohenlöchter, Margret Friedenstab, Maria Faltin und Christiane Gehling (v.l.) in den Räumen des Haushaltskorbs an der Wolfsberger Straße. Foto: ben

Lüdinghausen - 

SkF-Haushaltskorb benötigt dringend neue Spenden. „Wir sind ganz schön abgebrannt und benötigen Unterstützung aus der Bevölkerung.“

Von Beate Nießen

Geschirr, Kochtöpfe, Besteck, Staubsauger, Wasserkocher , Wäschespinne , Handtücher oder Bettwäsche – die „Wunschliste“ der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des SkF-Haushaltskorbs liest sich wie die Einkaufsliste eines jungen Studenten, der zum erstem Mal von zu Hause aus- und in einer eigene Wohnung einzieht. Da fehlt es im Grunde dann an allem. „Und darum geht es bei vielen Menschen, die zu uns kommen“, erklärt Maria Gerwert vom Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Lüdinghausen . Wenn nach einer Trennung aus einem plötzlich zwei Haushalte würden oder wenn Flüchtlingsfamilien aus der Asylunterkunft in die erste eigene Wohnung ziehen könnten – dann sei der Bedarf an Haushaltsgegenständen groß.

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Da geht es um ganz praktische Dinge, die tatsächlich auch gebraucht werden.

Maria Gerwert

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„Und damit meinen wir nicht irgendwelchen Nippes oder Dekoartikel. Da geht es um ganz praktische Dinge, die tatsächlich auch gebraucht werden“, so Gerwert. Als ein typisches Beispiel hält Maria Faltin einen kleinen Kochtopf in die Höhe: „Davon haben wir jede Menge. Aber was wir unbedingt brauchen, sind große Kochtöpfe. Viele der Familien, die zu uns kommen, sind groß, haben viele Kinder. Da müssen die Mütter entsprechende Mengen kochen können.“ Auch beim Thema Geschirr geht es den ehrenamtlichen Helferinnen weniger ums Aussehen als um den praktischen Nutzen. „Schlicht und praktisch ist eher gefragt, als verspielt und mit Goldrand verziert“, weiß Gerwert.

Zurzeit zeigen sich die Regale des Haushaltskorbs im Keller an der Wolfsberger Straße allerdings ziemlich leer. „Wir sind tatsächlich ganz schön abgebrannt und benötigen dringend neue Spenden aus der Bevölkerung.“ Gelegenheit dazu gibt es immer am vierten Donnerstag im Monat – also das nächste Mal am kommenden Donnerstag (22. September). Dann erfolgt von 16 bis 18 Uhr die Annahme neuer Waren. Umsonst werden die Haushaltswaren übrigens nicht an die Bedürftigen abgegeben. Frei nach dem Motto „Was nichts kostet, ist auch nicht wert“ zahlen die Kunden jeweils einen kleinen Betrag, erklärt Gerwert das Prinzip. Und dann hat das SkF-Vorstandsmitglied noch etwas auf dem Herzen: „Auch für unseren ‚Babykorb‘ brauchen wir dringend Spenden, von Babybekleidung über den Kinderwagen bis zum Reisebettchen.“

Zum Thema

Wer Näheres über Haushalts- oder Babykorb erfahren möchte, kann sich unter ✆ 0 25 91/ 2 35 25 an den Sozialdienst katholischer Frauen wenden oder auch heute zwischen 9 und 17 Uhr beim Stadtfest-Trödelstand des SkF vor der Stadtbücherei vorbeischauen.

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