Mi., 19.10.2016

Wechsel nach Recklinghausen Bernd Ader verabschiedet sich vom Clara-Stift

Gratulanten en masse: Mit persönlichen Geschenken verabschiedeten sich die Mitarbeiter des Seppenrader Clara-Stifts von ihrem Chef Bernd Ader.

Gratulanten en masse: Mit persönlichen Geschenken verabschiedeten sich die Mitarbeiter des Seppenrader Clara-Stifts von ihrem Chef Bernd Ader. Foto: nit

Seppenrade - 

Es war im besten Sinne gemeint, als ein Bewohner des Clara-Stiftes Bernd Ader bescheinigte, fast zum „Inventar“ zu gehören. Zwei Jahrzehnte wirkte der heute 50-Jährige in der Einrichtung. Jetzt übernimmt der Leiter des Seppenrader Altenheims eine neue Aufgabe in Recklinghausen.

Von Niklas Tüns

Bei seinem Dienstbeginn vor zwei Jahrzehnten betrat Bernd Ader noch ein altes Krankenhaus. Dieses ist schon lange Geschichte, viel hat sich seitdem im Clara-Stift verändert. Eine Konstante blieb in dieser Zeit aber: Ader als Heimleiter. Nun verlässt der 50-Jährige das Seppenrader Altenheim jedoch für einen „Neuanfang“ in Recklinghausen, wie er selbst sagt.

„Obwohl Sie doch so jung sind, gehören Sie fest zum Inventar“, meinte Bewohner Heinrich Strotmann während der offiziellen Verabschiedung am Dienstagmorgen. „Wir sind fast so wie in einer Familie, da wir doch ein kleines Haus sind.“ So verwundert es nicht, dass sich beim offiziellen Akt auch eine ganze Riege an Mitarbeitern verabschieden wollte und Bernd Ader eine „Sonderausgabe“ der Hauszeitung „Clärken“ mit zahlreichen Fotos schenkte. „Wir erlebten einen sehr kompetenten, fairen und liberalen Chef, der immer ein offenes Ohr hatte“, sagte Anke Köster.

Auch er selbst habe Wertschätzung und „einen guten Umgang“ erlebt, blickte Ader in seinen Abschiedsworten zurück. „Die Atmosphäre des Hauses ist spürbar.“ Und er ergänzte wehmütig: „Ich bin so ein bisschen von den Socken und das passiert mir sehr selten. Ich musste ein paar Mal schlucken.“

Der scheidende Heimleiter sei sich immer treu geblieben, so Paul Beine vom Vorstand des Kuratoriums der Heilig-Geist-Stiftung, die 2014 als Mehrheitsgesellschafter die Geschäftsführung übernommen hat. „Du suchtest immer neue Herausforderungen wie jetzt auch.“ Den erwähnten „Neuanfang“ wagt Ader in Recklinghausen, wo er gebürtig herkommt. Im St.-Hedwig-Caritashaus mit 102 Plätzen übernimmt er zum 1. November die Heimleitung als ganze Stelle. In Seppenrade war Ader zuletzt mit halber Stelle tätig, ebenso wie im St.-Ludgerus-Haus, das er viereinhalb Jahre leitete. Der dortige Wechsel der sogenannten Geschäftsbesorgung von der Dülmener Heilig-Geist-Stiftung zur St.-Franziskus-Stiftung Münster am 1. Januar 2017 habe ihn zum Abschied bewegt, erklärt der 50-Jährige. Er wolle nicht für zwei unterschiedliche Trägerschaften arbeiten.

Während am St.-Ludgerus-Haus die Nachfolge mit Johannes Beermann bereits feststeht, befindet sich die Suche im Clara-Stift im Endspurt. In den kommenden Wochen soll seitens der Heilig-Geist-Stiftung eine Entscheidung fallen. In der Übergangszeit übernimmt Aders Stellvertreterin Marie-Theres Till die Leitung.

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