Do., 11.05.2017

Europafest am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg Spielerische Völkerverständigung

Anlässlich der NRW-Landtagswahl wurde zum Europafest eine Juniorwahl durchgeführt. Lara Günther, Célestine Hübner, Julia Srol, Maria Buch (v.l.) und ihre Mitschüler des beruflichen Gymnasiumsmit dem Schwerpunkt Erzieherausbildung händigten die Stimmzettel aus.

Anlässlich der NRW-Landtagswahl wurde zum Europafest eine Juniorwahl durchgeführt. Lara Günther, Célestine Hübner, Julia Srol, Maria Buch (v.l.) und ihre Mitschüler des beruflichen Gymnasiumsmit dem Schwerpunkt Erzieherausbildung händigten die Stimmzettel aus. Foto: Heidrun Riese

Lüdinghausen - 

Einen Blick über den Tellerrand werfen und auf spielerische Weise etwas über die Nachbarn auf dem eigenen Kontinent erfahren, darum ging es am Mittwochvormittag beim Europafest am Richard-von-Weizsäcker-Berufskolleg. Zehn Projekte standen für die Unterstufenschüler der Vollzeitbildungsgänge am Schulstandort Lüdinghausen auf dem Programm.

Von Heidrun Riese

Wie vielfältig das Leben auf dem eigenen Kontinent ist, erlebten am Mittwochvormittag die Schüler des Richard-von-Weizsäcker-Berufskollegs. Am alljährlichen Europafest waren sämtliche Unterstufen der Vollzeitbildungsgänge am Schulstandort Lüdinghausen beteiligt, die für den Aktionstag zehn Projekte auf die Beine stellten – darunter auch Planspiele zum Thema „Destination Europe“, die mit Unterstützung der Konrad-Adenauer-Stiftung, der Stiftung des Berufskollegs und des Fördervereins der Schule umgesetzt wurden. „Ziel ist die Völkerverständigung“, erklärte Schulleiterin Sabine Neuser den Hintergrund des Aktionstags, „und möglichst spielerisch etwas über Europa zu lernen.“

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Dabei kam unter anderem heraus, dass der Muttertag in Syrien noch größer gefeiert wird als bei uns.

Anne Brecklinghaus

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Zum Beispiel beim „Europa-Activity“. Angelehnt an das beliebte Brettspiel hatte die Unterstufe der Fachschule für Heilerziehungshilfe unter der Leitung von Anne Brecklinghaus eine eigene Europa-Version mit Kategorien wie Sport, Musik, Berufe, Vorurteile oder Sehenswürdigkeiten konzipiert. Zum Sammeln geeigneter Begriffe wurden zwei internationale Förderklassen mit ins Boot geholt. „Dabei kam unter anderem heraus, dass der Muttertag in Syrien noch größer gefeiert wird als bei uns“, berichtete die Lehrerin. Und was sie als besonders erfreulich empfand: „Die Klassen, die im Schulalltag eigentlich nichts miteinander zu tun haben, sind ins Gespräch gekommen.“ Als das Spiel beim Europafest zum Einsatz kam, waren durch die gemeinsame Vorarbeit bereits Kontakte geknüpft. Die Aktion soll aber noch weitere Früchte tragen, wie Brecklinghaus ankündigte: „Wir überlegen, im neuen Schuljahr ein Patenprojekt zu starten.“

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In Schweden gibt es ein ganz anderes System in der Vorschulerziehung als wir es haben.

Helga Laurenz

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Ein völlig anderer Programmpunkt war das internationale Meeting zur frühkindlichen Bildung in Europa. Ein ständiges Thema, werden doch seit 18 Jahren Praktika und Ausbilderaustausche mit verschiedenen Ländern ermöglicht. Anlässlich des Europafestes sprachen Gäste aus England, Schweden, den Niederlanden und Deutschland vor den angehenden Erzieherinnen der Fachschule für Sozialpädagogik und des beruflichen Gymnasiums über die Schwerpunkte ihrer Arbeit. „In Schweden gibt es ein ganz anderes System in der Vorschulerziehung als wir es haben“, informierte Helga Laurenz, die das Meeting zusammen mit Christine Köhler, Antje Zies und Kerstin Wilksch organisiert hatte.

Ein Stockwerk höher lief währenddessen ein Rollenspiel. Mehrere Klassen der höheren Berufsfachschulen für Wirtschaft sowie Gesundheit und Soziales stellten eine Sitzung des EU-Rates nach, in der über die europäische Flüchtlingspolitik diskutiert wurde.

Juniorwahl

Und weil am kommenden Wochenende die NRW-Landtagswahl ansteht, gab es am Berufskolleg zum Europafest eine Juniorwahl, die von Schülern des beruflichen Gymnasiums mit dem Schwerpunkt Erzieherausbildung organisiert und durchgeführt wurde. „Wir wollen zeigen, wie eine Wahl funktioniert“, erklärte Célestine Hübner, eine der Schülerinnen, die am Mittwochvormittag im Wahlbüro Stimmzettel aushändigten. „Jugendliche sollen dadurch motiviert werden, ihr Wahlrecht wahrzunehmen.“ Auch wenn es nur eine nachgestellte Wahl war: Die Stimmen werden ausgezählt und das Ergebnis am Montag bekannt gegeben.

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