Di., 20.06.2017

Zweithöchste Gefahrenstufe Feuerwehr warnt vor Waldbränden

Die Gefahr von Wald- und Flächenbränden ist derzeit in weiten Teilen des Münsterlandes erhöht.

Die Gefahr von Wald- und Flächenbränden ist derzeit in weiten Teilen des Münsterlandes erhöht. Foto: dpa (Symbolbild)

Lüdinghausen - 

Das gibt es sonst meist erst im August: In Lüdinghausen herrscht die zweithöchste Warnstufe für Wald- und Flächenbrände. Aufgrund der enormen Trockenheit musste die Freiwillige Feuerwehr in den vergangenen Tagen bereits mehrfach ausrücken.

Von Anne Eckrodt

Das hat es in Lüdinghausen seit einigen Jahren nicht mehr gegeben: Aktuell gilt mit Blick auf Wald- und Flächenbrände die Warnstufe vier – und damit die zweithöchste auf der Skala. „Das ist schon enorm, vor allem, da wir erst Mitte Juni haben“, macht Stadtbrandinspekteur Klaus Hesselmann deutlich. Eine ähnlich hohe Gefahrenstufe werde sonst im Münsterland erfahrungsgemäß erst zur Erntezeit im August erreicht.

Hesselmann und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr mussten aufgrund der anhaltenden Trockenheit in den vergangenen Tagen immer wieder zu kleineren Flächen- beziehungsweise Waldbränden ausrücken. „Die wurden glücklicherweise frühzeitig entdeckt und konnten somit schnell gelöscht werden“, so der hauptamtliche Mitarbeiter der Wehr.

Brandgefahr

In weiten Teilen des Münsterlands herrscht am Dienstag die zweithöchste Warnstufe für Waldbrände. Bei der Gefährdung von Grasland gilt in Teilen der Region sogar die höchste Warnstufe. Nach derzeitiger Prognose geht die Brandgefahr ab Freitag weitgehend zurück:

Grasland-Feuerindex

Waldbrand-Gefahrenindex

Unachtsamkeit

Die Ursache für derartige Feuer ist oftmals Unachtsamkeit. Weggeworfene Zigarettenstummel oder Flaschen, deren Scherben aufgrund des Brennglaseffektes das Risiko einer Selbstentzündung bergen, stellen eine große Gefahr dar. „Wenn es erst mal brennt, breitet sich das Feuer aufgrund der derzeitigen großen Trockenheit rasend schnell aus, vor allem, wenn es auch noch windig ist“, macht Hesselmann deutlich.

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Wenn es erst mal brennt, breitet sich das Feuer aufgrund der derzeitigen großen Trockenheit rasend schnell aus.

Klaus Hesselmann

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Klaus Hesselmann, stellvertretender Leiter der Feuerwehr

Appelliert an die Bevölkerung, derzeit besonders aufmerksam zu sein: Klaus Hesselmann, stellvertretender Leiter der Feuerwehr. Foto: Anne Eckrodt

Er appelliert daher an die Bevölkerung, besonders achtsam zu sein, keine brennenden Gegenstände wie Zigarettenstummel wegzuwerfen und keine Flaschen in der Natur zu entsorgen. „Wer ein Feuer entdeckt, sollte nicht zögern, sondern direkt die 112 wählen“, sagt Hesselmann. Und er fügt hinzu: „Damit sich derartige Katastrophen wie jetzt in Portugal nicht wiederholen.“

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