SkF-Aktion zur Bundestagswahl
Für mehr soziale Gerechtigkeit

Lüdinghausen -

Im handlichen Postkartenformat präsentiert der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) sechs eindringliche Forderungen, die alle auf das Gleiche abzielen: mehr soziale Gerechtigkeit. Auch der SkF Lüdinghausen beteiligt sich an der bundesweiten Aktion im Vorfeld der Bundestagswahl.

Donnerstag, 24.08.2017, 19:08 Uhr

Präsentieren die Postkarten der SkF-Aktion „Wir Frauen wählen“ (v.l.): Martina Wilke (Vorsitzende) und ihre Stellvertreterin Gisela Sebbel, Christine Struve (Geschäftsführerin) und Maria Hochstrat (Kandidatin für die Vorstandsnachfolge).
Präsentieren die Postkarten der SkF-Aktion „Wir Frauen wählen“ (v.l.): Martina Wilke (Vorsitzende) und ihre Stellvertreterin Gisela Sebbel, Christine Struve (Geschäftsführerin) und Maria Hochstrat (Kandidatin für die Vorstandsnachfolge). Foto: Anne Eckrodt

Schutz vor Gewalt, faire Löhne, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Selbstständigkeit oder schlicht und einfach Gleichberechtigung: Forderungen wie diese sind es, mit denen der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) im Vorfeld der Bundestagswahl auf nach wie vor teils gravierende Probleme in Deutschland hinweist. Handlich auf sechs Postkarten, mit kurzen Erläuterungen und jeweils einem Zitat versehen. „Diese stammen alle aus dem zweiten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung“, erläutert Martina Wilke , Vorsitzende des SkF Lüdinghausen.

Die Aktion ist vollkommen überparteilich.

Martina Wilke

Und genau das macht die Situation, in der Frauen in Deutschland noch immer stecken, deutlich: Die Realität hinkt dem, was selbstverständlich sein sollte, teils drastisch hinterher. Deshalb beteiligt sich der SkF Lüdinghausen über seinen Bundesverband gemeinsam mit insgesamt 40 Frauenverbänden an der bundesweiten Kampagne „Wir Frauen wählen“. Dabei geht es den Initiatoren nicht um Parteipolitik. Im Gegenteil: „Die Aktion ist vollkommen überparteilich. Wir werden in den nächsten Wochen die Wahlkampfstände aller Parteien hier in Lüdinghausen besuchen und unseren Forderungskatalog anhand der Postkarten überreichen“, betont Wilke. Und Christine Struve, Geschäftsführerin des SkF Lüdinghausen, fügt hinzu: „Wir haben den Eindruck, dass die Zeiten so sind, dass wir auf die immer noch vorhandenen Probleme öffentlich hinweisen und gleichzeitig deutlich machen müssen, wie wichtig es ist, zur Wahl zu gehen.“

Die Mitarbeiterinnen spiegeln uns die Situationen immer wieder.

Gisela Sebbel

Das Führungsteam des SkF bekommt die vielfältigen Probleme der Frauen, die die Angebote des Vereins nutzen, hautnah mit. „Die Mitarbeiterinnen spiegeln uns die Situationen immer wieder“, sagt die stellvertretende SkF-Vorsitzende Gisela Sebbel. Umso mehr liegt ihr und ihren Mitstreiterinnen daran, damit in die politische Öffentlichkeit zu gehen. Ob die aktuelle Diskussion über die Erhöhung der Betreuungsvergütung, die den SkF derzeit sehr umtreibt, der Schutz vor Gewalt – dazu hat der SkF auf Bundesebene seit Kurzem ein anonymes Chat-Angebot – oder die Probleme alleinerziehender Mütter: Es gibt viele Bereiche, in denen Frauen noch immer benachteiligt werden. Stoff für viele Gespräche, an Wahlkampfständen und anderswo.

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