Do., 31.08.2017

Peter Mönning verlässt nach 28 Jahren den Rat der Stadt „Eine gewisse Müdigkeit“

Fast drei Jahrzehnte hat Peter Mönning für die Grünen im Rat der Stadt gearbeitet. Heute legt er sein Mandat offiziell nieder. Nachfolger ist Dennis Sonne.

Fast drei Jahrzehnte hat Peter Mönning für die Grünen im Rat der Stadt gearbeitet. Heute legt er sein Mandat offiziell nieder. Nachfolger ist Dennis Sonne. Foto: ae

Lüdinghausen - 

Peter Mönning verlässt nach 28 Jahren den Rat der Stadt Lüdinghausen. Der Grünen-Politiker hat eine „gewisse Müdigkeit“ festgestellt und will mit Dennis Sonne einem Jüngeren Platz machen.

Von Peter Werth

Seine politische Karriere startete Peter Mönning 1985 als sachkundiger Bürger im damaligen „Bauerschaftsausschuss“. Eine besondere Herausforderung, stellt er rückblickend fest. Denn: „Damals traute sich da keiner rein. Da saßen nur die Landwirte“, erinnert sich der Grünen-Ratsherr. 1989 zog der Deutsch- und Geschichtslehrer am Canisianum dann in den Stadtrat ein. Nach 28 Jahren ist allerdings jetzt Schluss. Nach der Sommerpause wird Dennis Sonne für ihn nachrücken. Am heutigen Donnerstag erklärt der 70-Jährige beim Bürgermeister auch offiziell seinen Rückzug aus dem Rat.

Er habe in den vergangenen fast drei Jahrzehnten eine „Menge Erfahrungen gemacht, die ich als Lehrer nicht gemacht hätte“, sagt er. Aber: „Es ist eine gewisse Müdigkeit erkennbar“, begründet er seinen Schritt zum Ausstieg. Und da sei es dann an der Zeit, einem Jüngeren Platz zu machen.

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Unsere Anträge wurden grundsätzlich abgelehnt.

Peter Mönning

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Dennis Sonne

Dennis Sonne Foto: Grüne

Gut im Gedächtnis bleibe ihm vor allem die Anfangszeit in der Stadtpolitik. „Unsere Anträge wurden grundsätzlich abgelehnt“, erklärt er mit einem – aus heutiger Sicht – amüsierten Schmunzeln. „Mit der Zeit wurde es dann einfacher, miteinander zu reden.“ Aber „einige Spielchen laufen noch immer“, stellt er fest. Es habe halt immer Leute gegeben, die lauter als die anderen waren. „Nach dem Rat war wieder alles okay, und man konnte ein Bierchen miteinander trinken.“

Die intensive Arbeit in der Politik führte ihn zunächst zum Vorsitz im Bauausschuss, später dann in den des Planungsausschusses. Zudem war er ab 2004 zehn Jahre Fraktionssprecher der Grünen. Themen, an denen er sich wie alle Grünen „abgearbeitet“ habe, seien die Windkraft, aber auch die Abfallbeseitigung im Außenbereich gewesen. Nicht ohne Genugtuung verweist er darauf, dass nicht zuletzt durch den Widerstand der Grünen eine Müllverbrennungsanlage in Tetekum verhindert worden sei. „Da haben wir uns eindeutig positioniert.“

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Mit allen unterhalb der Ebene des Bürgermeisters komme ich gut zurecht.

Peter Mönning

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Die Kontakte ins städtische Rathaus beschreibt Mönning als reibungslos. „Mit allen unterhalb der Ebene des Bürgermeisters komme ich gut zurecht“, kann er sich einen kleinen Seitenhieb in Richtung Stadtoberhaupt nicht verkneifen. Die Besuche in der Planungsabteilung würden ihm in bester Erinnerung bleiben.

Ob er künftig etwas vermissen wird, vermag Mönning nicht so genau zu sagen – „sicher den Austausch mit den Fachabteilungen in der Verwaltung“. Ansonsten hat er jetzt mehr Zeit für die Familie mit fünf erwachsenen Kindern und fünf Enkeln. Und natürlich seiner Ehefrau Annette, die von 1984 bis 1989 für die Grünen im Stadtrat gesessen hat.

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