Di., 12.09.2017

Konzertereignis Paulus-Oratorium mit 130 Sängern

Zur ersten gemeinsamen Probe kamen der Kirchenchor St. Felizitas, das Vokalensemble „crescendo“ sowie der Propsteichor Billerbeck in der Aula des St.-Antonius-Gymnasiums zusammen.

Zur ersten gemeinsamen Probe kamen der Kirchenchor St. Felizitas, das Vokalensemble „crescendo“ sowie der Propsteichor Billerbeck in der Aula des St.-Antonius-Gymnasiums zusammen. Foto: Kirchenchor

Lüdinghausen - 

Gleich zweimal werden der Kirchenchores St. Felizitas, das Vokalensemble „crescendo“ sowie der Propsteichor Billerbeck ein ganz besonderes Oratorium zu Gehör bringen: im Dezember und im Januar. Unterstützt werden die 130 Sängerinnen und Sänger dann vom Kourion-Orchester Münster und Gesangssolisten.

Zur ersten gemeinsamen Probe kamen am Wochenende die Mitglieder des Kirchenchores St. Felizitas und des Vokalensemble „crescendo“ aus Lüdinghausen sowie der Propsteichor Billerbeck in der Aula des St.-Antonius-Gymnasiums zusammen. Auf dem Programm stand das Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn Bartholdy, das die drei Chöre seit Jahresbeginn erarbeiten.

Die Aufführungen dieses Oratoriums unter der Leitung von Regionalkantor Thomas Kleinhenz (Lüdinghausen) und Kantor Lukas Maschke (Billerbeck) sind am 30. Dezember (Samstag, Beginn 20 Uhr) im Ludgerus-Dom zu Billerbeck sowie am 14. Januar (Sonntag, 18 Uhr) in der Pfarrkirche St. Felizitas geplant. Unterstützt werden die insgesamt 130 Sängerinnen und Sänger dann vom Kourion-Orchester Münster und Gesangssolisten. Zu den Solisten zählen Heike Hallaschka (Sopran), Monika Kleinhenz (Alt), Götz Phillip Körner (Tenor) und Maximilian Kramer (Bass).

Vorbilder deutlich erkennbar

Zum Oratorium selbst schreiben die Akteure: „In der Geschichte des Oratoriums bildet der in den Jahren 1832 bis 1837 geschriebene ,Paulus‘ einen einzigartigen Höhepunkt. Schon bei seiner Uraufführung am 22. Mai 1836 in Düsseldorf erfreute sich das Oratorium eines in den Annalen der Musikgeschichte selten dagewesenen Erfolges. Das Werk verhalf Mendelssohn zu europäischem Ruhm, der dann durch die spätere Komposition des Oratoriums ,Elias‘ von neuem untermauert wurde.“

Die großen Vorbilder Mendelssohns, Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel seien in allen Teilen des Werkes deutlich erkennbar, heißt es in der Ankündigung zu diesem großen Konzert weiter. Die einzelnen Elemente des Oratoriums (Chöre, Choräle, Rezitative und Arien) habe Mendelssohn aber in seinem eigenen Stil gestaltet. Der Text sei fast ausschließlich der Bibel, hier vor allem der Apostelgeschichte, entnommen.

Martyrium

Der erste Teil des Oratoriums berichtet davon, dass der heilige Stephanus von fanatisch gesetzestreuen Juden gesteinigt wird. Unter diesen ist auch Saulus von Tarsus, der die Christengemeinde in Syrien verfolgen will. Auf dem Wege nach Damaskus sieht er das Licht Jesu, erblindet und bekehrt sich zum Christentum. Geheilt, bereut er sein bisheriges Leben und wird unter dem Namen Paulus Missionar bei den verfolgten Christen.

Der zweite Teil berichtet von Paulus’ und Barnabas’ Missionstätigkeit bei Juden und Heiden. Da diese sich gegen Paulus wenden, beschließt er, Ephesus zu verlassen und nach Jerusalem zurückzukehren, obwohl er weiß, welches Schicksal ihm dort droht: das Martyrium.

Zum Thema

Karten für die Aufführung in Lüdinghausen sind im Vorverkauf ab Herbst erhältlich im Pfarrbüro St. Felizitas, Mühlenstraße 7, sowie bei Buchhandlung und Schreibwaren Engels/Gallitz, Mühlenstraße 21.

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