Mi., 27.09.2017

Pfarrheim St. Felizitas wird umgekrempelt „Wir sind ein offenes Haus“

Beim jüngsten Baustellengespräch trafen sich (v.l.) Anke Boor, Margret Pernhorst, Architektin Manuela Kletzel, Robert Schulze-Forsthövel und Stefan Dinkelborg.

Beim jüngsten Baustellengespräch trafen sich (v.l.) Anke Boor, Margret Pernhorst, Architektin Manuela Kletzel, Robert Schulze-Forsthövel und Stefan Dinkelborg. Foto: r

Lüdinghausen - 

Das Pfarrheim St. Felizitas wird komplett umgekrempelt. Ein neuer voll verglaster Pfarrsaal entsteht, und der bestehende Gebäudeteil wird umfangreich saniert und umgestaltet. Der zuständige Bauausschuss trifft sich regelmäßig vor Ort, um den Fortgang der Arbeiten in Augenschein zu nehmen.

Von Peter Werth

Was vor gut drei Jahrzehnten mal architektonisch der letzte Schrei war, ist aus heutiger Sicht nicht mehr das sprichwörtliche „Gelbe vom Ei“. Diesen Eindruck vermittelt auch ein Gang über die Baustelle des Pfarrheims St. Felizitas. Dort wird seit einiger Zeit kräftig daran gearbeitet, das Gebäude für die Großgemeinde zukunftstauglich zu machen. Alle zwei Wochen trifft sich außerdem ein Kreis aus Mitgliedern des Verwaltungsausschusses, des Pfarreirats und des Architekturbüros „Spital-Frenking + Schwarz“ zur Baustellenbesprechung.

Vollverglaster Pfarrsaal

Bei der jüngsten Begehung gefiel den Beteiligten vor allem der Baufortschritt des neuen Pfarrsaals. In dem neuen Trakt, der an das bestehende Gebäude angebaut wird, dominiert helles Tageslicht. Der ovale, rund 100 Quadratmeter große Anbau werde voll verglast, beschreibt Architektin Manuela Kletzel.

Stefan Dinkelborg vom Verwaltungsausschuss der Kirchengemeinde und selbst Architekt ergänzt: „Es wird einen deutlichen Kontrast zum Bestehenden geben.“ Ab jetzt werde wieder aufgebaut, der Rückbau sei abgeschlossen, umreißt Anke Boor vom Pfarreirat die bisher geleistete Arbeit. Dazu gehört unter anderem, dass im Erdgeschoss des Hauses zwei Büros für das PastoralteamPlatz finden. Außerdem werden ein barriere­freier Sanitärbereich eingerichtet sowie eine große Küche installiert. Über dem alten Pfarrsaal, beschreibt Kletzel, wird eine Zwischendecke eingezogen, sodass im Obergeschoss ein zusätzlicher Raum entsteht. Insgesamt wird die Nutzläche des Pfarrheims nach dem Umbau künftig 615 Quadratmeter betragen – rund 160 Quadratmeter mehr als bisher.

850 000 Euro investiert

Der Eingangsbereich zum Kirchplatz hin wird aufgeweitet, zusätzliche Oberlichter lassen dann das Gebäudeinnere in freundlicherem Licht erscheinen. Ausgetauscht werden zudem die großflächigen Fenster des Pfarrheims.

Insgesamt verschlingt die Baumaßnahme rund 850 000 Euro. 600 000 Euro kommen dabei vom Bistum Münster, erläutert Margret Pernhorst vom Verwaltungsausschuss. Der Rest werde aus verschiedenen Fonds der Kirchengemeinde gespeist. Noch nicht eingerechnet sind dabei die Kosten für die Innenausstattung sowie den Pfarrgarten, der künftig auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll.

Ein offenes Haus

Überhaupt haben sich die Verantwortlichen der Kirchengemeinde eine Öffnung auf die Fahnen geschrieben. „Bei uns haben neben den kirchlichen Gruppen wie Messdiener oder Frauengemeinschaft auch andere Platz. Wir sind ein offenes Haus“, verspricht Pernhorst. Angesprochen sind da neben den verschiedenen Chören auch die Landfrauen oder der Alleinstehendentreff. Auch die Sprachkurse für Migranten, die der Arbeitskreis Asyl anbietet, hätten hier weiter ihren Platz.

Klar sei auch, dass man künftig zusammenrücken müsse. Denn durch den Wegfall des Pfarrheims St. Ludger könne nicht jeder verlorene Quadratmeter ausgeglichen werden. Immerhin gebe es allein rund zwei Dutzend kirchliche Gruppen, die ihre Ansprüche stellten, sagt Robert Schulze-Forsthövel vom Verwaltungsausschuss.

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