Do., 19.10.2017

Einführung von Produkt-Kennzahlen Haushalt wird zielorientierter

Begleitete die Stadtverwaltung auf dem Weg der Entwicklung von Produkt-Kennzahlen: Dr. Ansgar Strätling.

Begleitete die Stadtverwaltung auf dem Weg der Entwicklung von Produkt-Kennzahlen: Dr. Ansgar Strätling. Foto: Anne Eckrodt

Lüdinghausen - 

Ein Antrag der Grünen hat es bereits vor einiger Zeit auf die Tagesordnungen der politischen Gremien gebracht. Jetzt nimmt das Thema Produkt-Kennzahlen für den städtischen Haushalt Gestalt an. Der Haupt- und Finanzausschuss gab am Dienstagabend grünes Licht für dieses Steuerungselement.

Von Anne Eckrodt

Das Thema klingt bürokratisch-sperrig: Produkt-Kennzahlen für den städtischen Haushalt. Ein Antrag der Grünen hat es bereits vor einiger Zeit auf die Tagesordnungen der politischen Gremien gebracht. Im Haupt- und Finanzausschuss am Dienstagabend nahm es erstmals konkretere Formen an, auch durch die Erläuterungen von Dr. Ansgar Strätling. Der Geschäftsführer des Instituts für Verwaltungswissenschaften (Gelsenkirchen) hat die Lüdinghauser Stadtverwaltung bei dem Prozess begleitet.

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Im Haushalt geht es nicht darum, möglichst viele Zahlen unkommentiert darzustellen.

Dr. Ansgar Strätling

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„Im Haushalt geht es nicht darum, möglichst viele Zahlen unkommentiert darzustellen, sondern steuerungsrelevante Zusammenhänge aufzuzeigen und mit Kennzahlen greifbar zu machen“, betonte Strätling. Will heißen: Die Kommunalpolitiker erhalten durch die Verwaltung zahlengestützte Interpretationen zu sogenannten Produkten, beispielsweise dem Klutensee-Bad. Anhand dieser Zahlen können sie dann im Zuge der Haushaltsberatungen entscheiden, wie das jeweilige Produkt weiter entwickelt werden soll oder wann welche Investitionen erforderlich sein könnten. „Sie betreiben damit eine Weiterentwicklung des städtischen Haushalts hin zu mehr Zielorientierung“, so Strätling.

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Wir möchten nun von Ihnen wissen, ob wir auf dem richtigen Weg sind.

Armin Heitkamp

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Kämmerer Armin Heitkamp stellte im Ausschuss sechs Produkte vor, zu denen die Verwaltung bisher Ziele und Kennzahlen erarbeitet hat: Gleichstellungsangelegenheiten, Bewirtschaftung St.-Antonius-Gymnasium, Gefahrenabwehr/Ordnungsmaßnahmen, Schulträgeraufgaben St.-Antonius-Gymnasium, Förderung und Zuschüsse Bücherei sowie Klutensee-Bad. „Die Vorarbeit ist geleistet. Wir möchten nun von Ihnen wissen, ob wir auf dem richtigen Weg sind und in dieser Richtung weiter machen sollen“, sagte Heitkamp. Die Antwort von Eckart Grundmann, Fraktionssprecher der Grünen, fiel eindeutig aus: „Wir sind sehr zufrieden mit diesem ersten Schritt.“ Das sahen auch die anderen Parteien so. Entsprechend einstimmig fiel die Entscheidung, die ersten sechs Produkte mit ihren Zielen und Kennzahlen im Haushaltsplan 2018 abzubilden. Darüber hinaus wurde die Verwaltung beauftragt, stetig weitere Produkte in das neue Ziele-/Kennzahlensystem einzubeziehen.

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