Do., 19.10.2017

Friedhof in Seppenrade Trauerhalle bleibt städtisch

Wird modernisiert: die Trauerhalle auf dem städtischen Friedhof in Seppenrade.

Wird modernisiert: die Trauerhalle auf dem städtischen Friedhof in Seppenrade. Foto: Peter Werth

Lüdinghausen - 

Sie hätten verkauft oder verpachtet werden können, doch der Haupt- und Finanzausschuss hat am Dienstagabend einstimmig anders entschieden: Die Trauerhalle und die Nebengebäude auf dem Friedhof in Seppenrade bleiben in städtischer Hand – und werden nun modernisiert.

Von Anne Eckrodt

Klares Votum: Der Haupt- und Finanzausschuss hat am Dienstagabend einstimmig entschieden, die Gebäude auf dem städtischen Friedhof in Seppenrade nicht zu verkaufen oder zu verpachten. Sie bleiben in öffentlicher Hand und werden nun modernisiert.

Die Verwaltung hatte in der Sitzungsvoralge ausführlich die Vor- und Nachteile einer Privatisierung durch Verpachtung, Verkauf oder per Erbbaurecht sowie des Verbleibs der Gebäude in städtischer Hand aufgelistet. Darin wurde deutlich: Bei allen Privatisierungsmodellen muss die Trauerhalle in eine Ausschreibung einbezogen werden. Nur das Nebengebäude zu privatisieren, sei unwirtschaftlich, so das Fazit der Verwaltung.

"

In der Trauerhalle muss dringend etwas passieren.

Lena Steinkamp

"

„In der Trauerhalle muss dringend etwas passieren. Aus Sicht der CDU-Fraktion überwiegen die Vorteile, wenn die Gebäude in städtischer Hand bleiben und durch sie modernisiert werden“, machte Lena Steinkamp deutlich und erntete damit Zustimmung bei den anderen Fraktionen. Als Vorteile dieser Variante wird in der Sitzungsvorlage neben der Attraktivierung des Gebäudes der Aspekt genannt, dass die Kommune die volle Kontrolle über Gestaltung und Nutzung behält. Außerdem ist es so möglich, Defizite vom Haushalt tragen zu lassen, um einen starken Anstieg von Gebührensätzen abzufangen.

Kosten von 66 000 Euro

Nachdem die Entscheidung des Ausschusses gefallen ist, schlägt die Verwaltung nun unter anderem folgende Modernisierungsmaßnahmen vor: Die Abschiedsräume sollen neu gestrichen und gefliest werden sowie eine neue Klimaanlage und Beleuchtung erhalten. Außerdem sind zeitgemäßere Türblätter vorgesehen. Entgegen früheren Ausführungen sollen die Abschiedsräume aus Kostengründen in ihren Zuschnitten nicht verändert werden. Allerdings werden die Räume zwei und drei zu einem größeren Abschiedsraum zusammenlegt. Auch die Kühlanlage der Kühlzelle wird erneuert. Flur und Abstellräume erhalten ebenfalls einen neuen Anstrich und neue Türblätter beziehungsweise Zargen. In den Toilettenräumen werden die Innenwände abgebrochen. So entsteht eine große, behindertengerechte Toilette für Damen und Herren. Um zwei getrennte WCs einrichten zu können, müsste das Gebäude erweitert werden, was die Verwaltung aus Kostengründen nicht möchte. Apropos Kosten: Die Modernisierung schlägt mit insgesamt rund 66 000 Euro zu Buche.

Leserkommentare

Google-Anzeigen

kfzmarkt.ms Anzeigen

Autos, Motorräder, Wohnmobile und Nutzfahrzeuge aus Ihrer Region

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5231741?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F163%2F