Geboren am 1. Januar 2000
Das „Millennium-Baby“ wird 18

Lüdinghausen -

Marta Hülsbusch erblickte am 1. Januar 2000 als erstes Kind – nicht nur in der Steverstadt sondern im gesamten Kreis Coesfeld – im neuen Jahrtausend das Licht der Welt. Am Montag feierte sie ihren 18. Geburtstag. Grund genug, mit den Eltern in alten Erinnerungen zu stöbern.

Mittwoch, 03.01.2018, 08:01 Uhr

18 Jahre später: Marta Hülsbusch und ihre Eltern Stefanie und Werner stöbern in den Erinnerungen an ihre Geburt am Morgen des 1. Januar 2000 – damals noch im St.-Marien-Hospital.
18 Jahre später: Marta Hülsbusch und ihre Eltern Stefanie und Werner stöbern in den Erinnerungen an ihre Geburt am Morgen des 1. Januar 2000 – damals noch im St.-Marien-Hospital. Foto: ben

Wenn auf einer Geburtsstation der diensthabende Oberarzt mitten in der Nacht eine Sektflasche „köpft“, dann muss es dafür schon einen ganz besonderen Anlass geben. So einen, wie zum Beispiel die Geburt von Marta Hülsbusch . Die heute 18-Jährige hat nämlich nicht irgendwann im St.-Marien-Hospital das Licht der Welt erblickt, sondern exakt um 2.05 Uhr am 1. Januar 2000. Damit war sie nicht nur in Lüdinghausen, sondern im ganzen Kreis Coesfeld das erste Baby des neuen Jahrtausends, ein echtes „„Millenium-Baby“ eben.

Kurz vorm Feuerwerk kamen die Wehen

Etwas, was laut ihrer Mutter, überhaupt nicht so geplant war. „Der errechnete Geburtstermin war eigentlich erst eine Woche später. Aber eine Stunde vor Mitternacht kamen plötzlich die Wehen“, erinnert sich Stefanie Hülsbusch an jene aufregenden Momente zwischen dem neuen und alten Jahrtausend. Schnell mussten damals noch die Großeltern alarmiert werden, um auf den „großen“ zweijährigen Bruder Jonas aufzupassen, und dann ging es auch schon ins Krankenhaus. „Ich war damals sehr froh, dass wir noch einen so kurzen Weg hatten“, spielt Papa Werner auf die spätere Schließung der Geburtsstation an.

All das kennt die Hauptperson naturgemäß nur aus den Erzählungen ihrer Eltern und aus dem Fotoalbum, das ihre Mama angelegt hat. „Für mich ist das Datum meiner Geburt nichts besonderes mehr“, meint Marta, die zurzeit am Berufskolleg ihr Abitur kombiniert mit einer Ausbildung zur Erzieherin absolviert. Nur manchmal, „wenn zum Beispiel ein Lehrer die Klassenliste durchsieht“, sei ihr Geburtstag dann noch mal ein Thema. An Silvester lädt sie am liebsten Freundinnen zu sich nach Hause ein, um bei Raclette oder Schokoladen-Fondue ganz gemütlich in ihren Geburtstag hineinzufeiern. Apropos gemütlich: Seit ihrer außerplanmäßigen Geburt verläuft auch für ihre Eltern die Silvesternacht eher gemütlich. „Schließlich kommt am 1. Januar die ganz Verwandtschaft zu Besuch“, erzählt Stefanie Hülsbusch. Allerdings, fügt sie noch mit einem Augenzwinkern hinzu, sei nicht immer die ganze Familie komplett. Einen Tag nach Silvester könne schon mal der ein oder andere fehlen.

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