Franziskanerinnen in Lüdinghausen nehmen Fürbitten in ihr Gebet auf
„Lasst uns endlich anfangen“

Lüdinghausen -

Die Franiskanerinnen im Antoniuskloster übernehmen die Fürbitten der Nutzer der Internetplattform „Haus der Seelsorge“ des Bistums Münster. Sie schließen diese Bitten in ihre Gebete mit ein, so Schwester Susann Stader.

Dienstag, 02.01.2018, 18:01 Uhr

Schwester Susann Stader berichtet über die Tätigkeit der Ordensfrauen im Antoniuskloster.
Schwester Susann Stader berichtet über die Tätigkeit der Ordensfrauen im Antoniuskloster. Foto: Bischöfliche Pressestelle

„Lasst uns endlich anfangen“ – das sagte der heilige Franziskus auf seinem Sterbebett zu seinen Brüdern. „Lasst uns endlich anfangen“ – diese Aufforderung des Heiligen begleitet auch Schwester Susann Stader von den Franziskanerinnen der Buße und der christlichen Liebe, heißt es im Bericht der Bischöflichen Pressestelle Coesfeld. Gerade hat Stader unter diesem Motto mit zwölf Gästen den Jahreswechsel im Antoniuskloster in Lüdinghausen gestaltet. „Wir bekommen jeden Tag einen neuen Tag geschenkt. Diesen kann ich nutzen, um einfach anzufangen und nicht stecken zu bleiben. So wie Franziskus. Das gilt auch für unsere Schwesterngemeinschaft“, berichtet die 56-Jährige.

Dann kann jede Schwester Fürbitten mitnehmen und persönlich noch einmal für die Anliegen der Menschen beten.

Schwester Susann Stader

45 Franziskanerinnen leben im Antoniuskloster direkt gegenüber der Burg Vischering. Sie sind zwischen 48 und 98 Jahren alt, doch nur fünf Schwestern sind jünger als 65 Jahre. Gemeinsam übernehmen die Ordensfrauen im Januar die Fürbitten der Nutzer der Internetplattform „Haus der Seelsorge“ des Bistums Münster. „Wir werden die Bitten, die an uns herangetragen werden, in der Vesper verlesen und in unserer Kapelle auslegen. Dann kann jede Schwester Fürbitten mitnehmen und persönlich noch einmal für die Anliegen der Menschen beten“, berichtet Schwester Susann. Sie lobt die Offenheit ihrer älteren Mitschwestern, auch neue Wege zu gehen. Ganz im Sinn der franziskanischen Spiritualität. „Sie sind interessiert, wenn wir Gäste im Kloster haben. Sie setzen sich mit den Kräften ein, die sie haben“, sagt Schwester Susann und betont, dass das Ordensleben zu jeder Zeit eine Berechtigung habe. „Wir müssen nur schauen, wie das möglich ist. Wir möchten am Reich Gottes mit unseren Möglichkeiten mitarbeiten. Das tun wir in der Gastkirche in Recklinghausen, in unserem Konvent in Münster und hier in Lüdinghausen“, informiert die gelernte Krankenschwester, die eine Zusatzausbildung zur Gestaltpädagogin absolviert und sich zur geistlichen Begleiterin fortgebildet hat.

Die älteren Schwestern wünschen es, einbezogen zu werden. So ist es inzwischen Tradition, dass die Erstkommunionkinder aus der Pfarrei St. Felizitas das Kloster besuchen. Sie lernen die Ordensfrauen kennen. „Unsere Schwestern fragen dann nach den Namen der Kinder und versprechen ihnen, das ganze Jahr für sie zu beten“, berichtet Schwester Susann.

Wir nehmen Anteil an den Sorgen der uns fremden Menschen und tragen sie mit.

Schwester Susann Stader

Das Gebet prägt die Atmosphäre im Antoniuskloster. In diese Atmosphäre tauchen gern die Gäste ein. Sei es bei Exerzitien, Besinnungstagen oder auch bei regelmäßigen Angeboten wie seit sieben Jahren bei der „Spirituellen Tankstille“. Sie findet an jedem ersten Montag im Monat in der kleinen Kapelle im Kloster statt. „In der Fastenzeit und im Advent bieten wir an jedem Montag diese Auszeit an“, berichtet Schwester Susann. Vorbereitet wird das Angebot von Schwester Walburg Mittmann, Schwester Susann und Aktiven aus der Pfarrei St. Felizitas. Bis zu 30 Menschen kommen inzwischen regelmäßig als Gebetsgemeinschaft zusammen. Grundlage ist das Evangelium des kommenden Sonntags. „Uns ist es ein Anliegen, den Menschen am Ende immer einen positiven Gedanken aus der Bibel mit auf den Weg zu geben. Die Atmosphäre ist sehr dicht. Wir geben der Stille einen großen Raum. Besonders im freien Fürbittgebet öffnen sich die Menschen immer mehr. Es ist gut, die Not einmal laut auszusprechen. Die Teilnehmer fühlen sich getragen, und das tut gut“, weiß Schwester Susann. So versteht sie auch die Klosterfürbitte. „Wir nehmen Anteil an den Sorgen der uns fremden Menschen und tragen sie mit.“

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