Plattdeutsches Theaterstück
Christian Krechtmann lässt es krachen

Lüdinghausen -

Als Grundstücksmakler Hubertus Zimmerschiet startete Christian Krechtmann seine Schauspielerlaufbahn im April 2016. Jetzt steht der 25-jährige Landwirt wieder auf den Brettern, die die Welt bedeuten – diesmal als wirbelnde Bauchtänzerin.

Freitag, 12.01.2018, 15:01 Uhr

Brennt als wirbelnde Bauchtänzerin ein komödiantisches Feuerwerk ab: Christian Krechtmann.
Brennt als wirbelnde Bauchtänzerin ein komödiantisches Feuerwerk ab: Christian Krechtmann. Foto: ure

Mit dem Grundstücksmakler Hubertus Zimmerschiet fing es an. Den spielte Christian Krechtmann im April 2016 beim „Kleinen Theater“ der Landjugend in der Westruper Schule. Es wurde ein eindrucksvoller Auftritt. Laut Bühnenmanuskript war für diese Rolle ein „abgehacktes Reden“ vorgegeben, um Witz und Humor über die Aussprache noch zu steigern. Wie sich der Aldenhöveler Landwirt damals einen zurechtstotterte, das amüsierte die Zuschauer köstlich.

Höhere Aufgaben

Von seinem augenscheinlich gewordenen Talent waren auch maßgebliche Stellen im Plattdeutschen Verein angetan. Und man war der Auffassung, solch eine Begabung sei zu höheren Aufgaben berufen. Nachdem Krechtmann im Frühjahr 2017 noch einmal beim „Kleinen Theater“ seine Fähigkeiten demonstriert hatte, folgte in diesem Herbst dann der Sprung auf die „große“ Bühne. In dem Stück „Endlik sind de Wiever weg!“ nimmt der 25-Jährige eine der tragenden Rollen ein. Neben Nicole Ahlers und Jan-Bernd Edelbusch hat er die höchste Anzahl von Einsätzen. Die Figur, die Krechtmann spielt, weist ein Alleinstellungsmerkmal auf: Als wirbelnde Bauchtänzerin brennt er ein komödiantisches Feuerwerk ab, das in diesem Stück einzigartig ist. Auf der Bühne hält er die von erotischem Fieber ergriffenen „Mannslü“ mit seiner Maskerade zum Narren – und dem Publikum serviert er damit eine krachende Gaudi. Tosender Beifall war der Lohn bei der Premiere des Stücks. An diesem Wochenende gibt es nun die nächsten beiden Aufführungen, wobei am Samstag (13. Januar, 19.30 Uhr, Realschulaula) noch Karten an der Abendkasse zu haben sind.

Vater Franz-Josef Krechtmann hat in den 1980er Jahren auch einige Male auf der großen Bühne gestanden. In Erinnerung geblieben ist dabei zum Beispiel eine Rolle in „Hahn giegen Hahn“. Dieses Stück wurde damals als Komödie „met Moord un Dautslag“ angekündigt.

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