Konzert in St. Dionysius Seppenrade
Eine erhebende Stimmung

Seppenrade -

Loblieber erklangen am Sonntagabend von der Orgelbühne in der St.-Dionysiuskirche. Kein Wunder, lautete das Motto des Konzerts von Tenor Sebastian Kausch und Organist Michael Hönes doch „Ich will den Herren loben allezeit“. Lob gab es dabei auch für die Orgel als Königin aller Instrumente.

Dienstag, 23.01.2018, 06:01 Uhr

Gestalteten das Konzert in der St.-Dionysius-Kirche von der Empore aus: Tenor Sebastian Kausch und Michael Hönes an der Orgel.
Gestalteten das Konzert in der St.-Dionysius-Kirche von der Empore aus: Tenor Sebastian Kausch und Michael Hönes an der Orgel. Foto: Bastian Becker

Von der Empore hoch oben in der Seppenrader St. Dionysius-Kirche wurde am Sonntagabend 45 Minuten lang in elf Werken der Herr gelobt. Den Titel eines Liedes von Heinrich Schütz – „Ich will den Herren loben allezeit“ – hatten Tenor Sebastian Kausch und Organist Michael Hönes als Motto für ihre musikalische Reise vom Frühbarock bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gewählt. Rund 50 Besucher waren der Einladung dazu gefolgt. Der aus Seppenrade stammende Ludger Breimann, Lehrer von Kausch in Münster, hatte die Veranstaltung mitorganisiert.

Die beiden Musiker, die sich an der Chorakademie in Dortmund kennengelernt hatten, präsentierten laute und leise, ruhige und leidenschaftliche Weisen, Gott zu loben. Kauschs klare Stimme trat dabei vor allem in den hohen und ruhigen Tönen gut hervor. Aber es wurden auch viele kraftvollere Passagen präsentiert, wobei die Orgel im Zusammenspiel mit der Kirchenakustik manchmal den Gesang etwas übertönte.

Freude an „Handmade-Orgel“

Hönes, auch Hochschullehrer in Siegen, präsentierte als Orgel-Solostücke Johann Sebastian Bachs „Fuga sopra il Magnificat“, den Marienlobgesang, und Johan Alains „Postlude pour l’office de Complies“ aus dem 20. Jahrhundert. Besonders Ersteres sorgte mit dem immer lauter werdenden Zusammenspiel hoher und tiefer Töne für eine erhebende Stimmung. Hönes freute sich nach eigener Aussage über die „Handmade-Orgel“ in der St.-Dionysius-Kirche ohne elektrische oder elektronische Elemente. Weitere Höhepunkte unter den Gesangsstücken waren das Titelstück „Ich will den Herren loben allezeit“ mit den vielen Hallelujas, den Wechseln schnellerer und langsamerer Abschnitte und langen Vibrati sowie das „Nachtgebet“ von Josef Gabriel Rheinberger. Dieses sehr melodische, beruhigende Stück stand am Ende des Konzerts. Die andächtige Grundstimmung sorgte dabei für besondere Aufmerksamkeit bei den lauteren Sequenzen.

Für den Kontakt zum Pu­blikum war der Gesang von der Empore hinter den Zuschauern sicher nicht ideal, die gute musikalische Leistung sorgte aber für anhaltenden Applaus der Besucher.

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