Stadtbücherei St. Felizitas
12 000 Medien auf engstem Raum

Lüdinghausen -

Vor einigen Wochen hat die Stadtbücherei St. Felizitas ihre Räume wegen Erweiterungsarbeiten geräumt und ein deutlich kleineres Provisorium bezogen. Für Peter Mählmann und sein Team ist das Arbeiten auf engstem Raum durchaus eine Herausforderung. Die Kunden gehen entspannt mit der Situation um, auch mit dem reduzierten Angebot.

Mittwoch, 04.04.2018, 09:04 Uhr

Büchereileiter Peter Mählmann, Auszubildende Sophia Fastenrath und ihre Kollegen arbeiten im Provisorium in der Mühlenstraße auf engstem Raum. Die Vorfreude auf den Umzug in die erweiterte Stadtbücherei in der Steverstraße ist riesig. Manfred Piotrowski (kl. Foto) geht entspannt mit der knappen Raumsituation um. „Ich lasse mich vom Angebot anregen“, sagt der Leser.
Büchereileiter Peter Mählmann, Auszubildende Sophia Fastenrath und ihre Kollegen arbeiten im Provisorium an der Mühlenstraße auf engstem Raum. Die Vorfreude auf den Umzug in die erweiterte Stadtbücherei an der Steverstraße ist riesig. Foto: Heidrun Riese

Es ist nicht besonders schwer, sich am provisorischen Standort der Stadtbücherei St. Felizitas gegenseitig in die Quere zu kommen. Dicht an dicht stehen die bis oben hin mit verschiedenen Medien gefüllten Regale im Ladenlokal an der Mühlenstraße. „Das ist dem Umstand geschuldet, dass der Platz begrenzt ist“, nennt Peter Mählmann die einfache Begründung. Ein Umstand, mit dem sich der Büchereileiter und seine Mitarbeiter, aber genauso auch die Kunden über einige Monate arrangieren müssen – bis die Arbeiten an der Steverstraße beendet sind und es zurück ins alte, dann erweiterte Domizil geht.

So lange gilt: „Ein gutes Sortiment ist wichtiger als Komfort“, wie Mählmann betont. Vom zuletzt Genannten kann beim Blick in das kleine Büro in der hinteren Ecke der Räumlichkeiten wirklich nicht die Rede sein. Dort stehen drei Schreibtische eng beieinander – und noch ein kleines Regal, mitten im Zimmer. „Wir schaffen nach wie vor neue Bücher und Medien an“, erklärt der Chef. So geht der Bücherei-Alltag auch im Provisorium ganz normal weiter, wenn auch mit räumlichen Einschränkungen und entsprechenden Hindernissen. „Wäre es eine Dauerlösung, wäre das nicht machbar“, räumt er ein. „Aber wir wissen, was kommt. Und die Vorfreude erleichtert die Sache. Da lässt man schon mal alle Fünfe gerade sein.“

Wäre es eine Dauerlösung, wäre das nicht machbar.

Peter Mählmann

Und wie ist es für die Kunden? Sie haben an der Mühlenstraße nur eine wesentlich kleinere Auswahl als an der Steverstraße, da die Hälfte des Bestandes während der Arbeiten in Seppenrade eingelagert ist. „Wir sind nach wie vor gut ausgestattet“, findet Mählmann. „Es ist unser Ziel, auch in der Übergangszeit eine möglichst große Vielfalt anzubieten.“ Was sich derzeit in den Regalen befindet, ist nach Beliebtheit und Aktualität ausgewählt worden. Von allem ist etwas da: Romane und Sachbücher, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder und Jugendliche, außerdem Zeitschriften, Hörbücher, Filme, Konsolen- und Gesellschaftsspiele. Nur eben in einer geringeren Auswahl als gewohnt. Trotzdem kommt die Stadtbücherei noch auf rund 12 000 Medien, die zur Verfügung stehen. „Plus die, die sich im Umlauf befinden“, ergänzt der Leiter.

Entspannte Kunden

Er freut sich, wie entspannt die Kunden mit der Situation umgehen. Da ist zum Beispiel Irmgard Piotrowski, die regelmäßig Medien ausleiht und das Provisorium schon häufiger besucht hat. „Ich finde immer, was ich suche“, sagt sie. Zum ersten Mal deckt sich auch ihr Mann an der Mühlenstraße mit frischem Lesestoff ein.

„Es ist gut, dass man sich überhaupt Gedanken macht und nicht einfach für eine gewisse Zeit schließt“, betont Manfred Piotrowski, der den Umständen mit einer für das Bücherei-Team dankbaren Einstellung begegnet. „Ich habe ohnehin keine speziellen Vorlieben und lasse mich vom Angebot anregen“, verrät er. Außerdem hat der Leser ein weiteres Angebot für sich entdeckt: bibload.de, die von 16 Bibliotheken aus dem Münsterland im Verbund betriebene Online-Ausleihe von und 20 000 digitalen Medien. „Für einige Sach- und Kochbücher habe ich das Angebot bereits ergänzend genutzt“, sagt er

Aber eigentlich hält Manfred Piotrowski lieber Bücher aus Papier in den Händen und freut sich deshalb schon sehr auf die Wiedereröffnung der Stadtbücherei St. Felizitas am alten Standort. Denn dort ist dann ab Sommer ganz viel Platz für Medien – in den bisherigen Räumen und im Anbau, sogar auf zwei Etagen. Noch vor den Sommerferien soll der erneute Umzug erfolgen. „Wir hoffen, dass es klappt“, sagt Mählmann. Bisher lägen die Arbeiten ungefähr im Zeitplan.

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