Lüdinghauser Großübung fordert Feuerwehren heraus
Schwelbrand im Maggi-Hochhaus

Die körperliche Belastung der Kameraden sei bei der anspruchsvollen Übung schon recht groß gewesen, betonte Kreisbrandmeister Christoph Nolte bei der Manöverkritik zur jährlichen Großübung von Stadt- und Betriebsfeuerwehr bei Maggi am Samstag.

Sonntag, 15.04.2018, 19:04 Uhr

Mit voller Ausrüstung und schwerem Atemschutz waren die Wehrleute im Einsatz.
Mit voller Ausrüstung und schwerem Atemschutz waren die Wehrleute im Einsatz. Foto: mib

Eine solche Lage ist im Alarmfall nur mit mit einem größeren personellen Aufwand zu bewältigen. Die körperliche Belastung der Kameraden war bei der heutigen anspruchsvollen Übung schon recht groß“, sagte Kreisbrandmeister Christoph Nolte bei der Manöverkritik zur jährlichen Großübung der Stadtfeuerwehr und der Betriebsfeuerwehr bei Maggi am Samstag.

Hauptbrandmeister Michael Dammann von der Werksfeuerwehr Maggi hatte gleich zwei Übungsszenarien für die Wehren ausgearbeitet. Im Hochhaus kam es durch menschliches Versagen zu einem Schwelbrand auf Boden 4, der sich durch eine Arbeitsluke schnell auf die fünfte Etage ausbreitete. Sechs Handwerker wurden in den beiden Stockwerken vermisst. Unter schwerem Atemschutz hatten sich die Kameraden vom Löschzug Lüdinghausen durch das Treppenhaus in die beiden oberen Etagen vorgearbeitet. Hinter den Türen aber waren noch Gabelstapler abgestellt, die den Weg zu den vermissten Personen noch behinderten. Erschwerend kam für die Einsatzkräfte noch hinzu, dass die Visiere ihrer Helme zugeklebt waren, was den Einsatz nochmals erschwerte. Trotzdem konnten die verletzten Personen relativ schnell gerettet und durch das Treppenhaus in Sicherheit gebracht werden.

Leider haben unsere Ersthelfer und das DRK in diesem Jahr nicht bei der Übung teilgenommen, dafür aber waren die Feuerwehren mit Herzblut und Engagement bei der Sache.

Thomas Hildmann

Der Seppenrader Löschzug hatte sich durch beißenden Rauch in der Teigwarenabteilung zu kämpfen, wo nach einem Schwelbrand an den Linien 4 und 5 vier Personen als vermisst gemeldet wurden. Hier hatte die Betriebsfeuerwehr bis zum Eintreffen der beiden Löschzüge bereits damit begonnen, die Außenwand zu kühlen. Auch hier klappte die Menschenrettung relativ zügig.

Nach der körperlichen Anstrengung begrüßte der Technische Leiter des Maggi-Werkes, Thomas Hildmann, die Teilnehmer der Übung, bevor zur Stärkung Schweinshaxen serviert wurden. „Leider haben unsere Ersthelfer und das DRK in diesem Jahr nicht bei der Übung teilgenommen, dafür aber waren die Feuerwehren mit Herzblut und Engagement bei der Sache“, so Hildmann.

Großübung der Feuerwehr bei Maggi

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  • Mit einem Schwelbrand im Maggi-Hochhaus bekamen es die Wehrleute von Stadt- und Werksfeuerwehr bei ihrer jährlichen gemeinsamen Übung zu tun.

    Foto: mib
  • Mit einem Schwelbrand im Maggi-Hochhaus bekamen es die Wehrleute von Stadt- und Werksfeuerwehr bei ihrer jährlichen gemeinsamen Übung zu tun.

    Foto: mib
  • Mit einem Schwelbrand im Maggi-Hochhaus bekamen es die Wehrleute von Stadt- und Werksfeuerwehr bei ihrer jährlichen gemeinsamen Übung zu tun.

    Foto: mib
  • Mit einem Schwelbrand im Maggi-Hochhaus bekamen es die Wehrleute von Stadt- und Werksfeuerwehr bei ihrer jährlichen gemeinsamen Übung zu tun. Foto: mib
  • Mit einem Schwelbrand im Maggi-Hochhaus bekamen es die Wehrleute von Stadt- und Werksfeuerwehr bei ihrer jährlichen gemeinsamen Übung zu tun. Foto: mib
  • Mit einem Schwelbrand im Maggi-Hochhaus bekamen es die Wehrleute von Stadt- und Werksfeuerwehr bei ihrer jährlichen gemeinsamen Übung zu tun. Foto: mib
  • Mit einem Schwelbrand im Maggi-Hochhaus bekamen es die Wehrleute von Stadt- und Werksfeuerwehr bei ihrer jährlichen gemeinsamen Übung zu tun. Foto: mib
  • Mit einem Schwelbrand im Maggi-Hochhaus bekamen es die Wehrleute von Stadt- und Werksfeuerwehr bei ihrer jährlichen gemeinsamen Übung zu tun. Foto: mib
  • Mit einem Schwelbrand im Maggi-Hochhaus bekamen es die Wehrleute von Stadt- und Werksfeuerwehr bei ihrer jährlichen gemeinsamen Übung zu tun. Foto: mib

Einsatzleiter Thorsten Voss erläuterte die Maßnahmen zur Brandbekämpfung und Menschenrettung unter den erschwerten Bedingungen. Die hob auch Christoph Nolte hervor, der mit Spannung die Zusammenarbeit der Wehren beobachtete. Wehrführer Günter Weide nannte die Übung einen Höhepunkt des Jahres für die Feuerwehr. Er lobte, dass alle zehn vermissten Personen innerhalb von 28 Minuten in Sicherheit gebracht wurden. Als ein Manko könnte sich erweisen, dass die Maggi-Wehr über keinen schweren Atemschutz verfüge. Das sei wichtig für die Zusammenarbeit mit der Stadtwehr, so Weide.

Zum Abschluss wurden Florian Flies neu in die Betriebsfeuerwehr, sowie Ria Offermann und Dustin Henken durch Günter Weide in die Jugendfeuerwehr aufgenommen. Lars Lindemann beförderte Weide zum Oberfeuerwehrmann. Mit einem Geschenk verabschiedete Michael Dammann Reinhard Hagemann aus der Betriebsfeuerwehr

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