Musikgruppe gastiert in Lüdinghausen
Bolivianische Klänge im Anton

Lüdinghausen -

Sie wollen mit Musik aus ihrer Heimat unterhalten, gleichzeitig aber auch auf die vielfältige indigene Kultur Boliviens hinweisen. Deshalb macht die Musikgruppe „Los Masis“ vom 14. bis 17. Mai Station in Lüdinghausen und gibt ein Konzert im St.-Antonius-Gymnasium.

Mittwoch, 09.05.2018, 06:05 Uhr

„Wiphala“, die Nationalflagge der indigenen Bevölkerung Boliviens, präsentieren (v.l.): Jörg Schürmann, Isabel Schulze Froning, Emma Bargel, Lili Arns, Frida Mergenthaler und Sophia Linneborn.
„Wiphala“, die Nationalflagge der indigenen Bevölkerung Boliviens, präsentieren (v.l.): Jörg Schürmann, Isabel Schulze Froning, Emma Bargel, Lili Arns, Frida Mergenthaler und Sophia Linneborn. Foto: ae

Besuch aus Bolivien bekommt das St.-Antonius-Gymnasium vom 14. bis 17. Mai. Dann macht die Musikgruppe „Los Masis“ im Zuge ihrer dreimonatigen Deutschlandtournee Station in Lüdinghausen. Dort treffen die sechs Musiker aus Sucre auf bekannte Gesichter: Jörg Schürmann und Sophia Linneborn.

Der stellvertretende Schulleiter war 2002 im Rahmen einer Lehrerfortbildung in Bolivien und hat das Ensemble, das aus rund 20 Musikern besteht und zum Kulturzentrum Centro Cultural Masis gehört, damals in Sucre kennengelernt. „Der Kontakt dorthin ist über all die Jahre nicht abgerissen“, erzählte Schürmann beim Pressegespräch am Dienstag. Linneborn, die seit dem vergangenen Jahr als Referendarin am Anton ist, leistete nach ihrem Abitur einen achtmonatigen Freiwilligendienst in Sucre. Von der auf 2900 Metern gelegenen Stadt schwärmen beide heute noch. Schürmann: „Sie ist einfach toll und komplett Weltkulturerbe.“

Sowohl das Zentrum als auch die Musikgruppe versuchen, die indigene Kultur an die Kinder und Jugendlichen weiterzugeben.

Jörg Schürmann

Alles andere als gut ist hingegen die Lebenssituation vieler Menschen in dem sehr armen Land. Das Centro Cultural Masis engagiert sich seit über 40 Jahren für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Sucre, bietet ihnen pädagogische und psychologische Unterstützung an. „Sowohl das Zentrum als auch die Musikgruppe versuchen, die indigene Kultur an die Kinder und Jugendlichen weiterzugeben. Es ist ihnen ein großes Anliegen, den reichen kulturellen Schatz zu bewahren“, betonte Schürmann. In Bolivien leben 36 verschiedene Volksgruppen. Seit 2009 hat das Land offiziell zwei Nationalflaggen: neben der in den Nationalfarben Rot, Gelb und Grün die sogenannte Wiphala, die Fahne der indigenen Bevölkerung.

Workshops für Schüler

Von all dem werden die Musiker den Anton-Schülern während Workshops in den siebten Klassen sowie in den Spanisch-Kursen der Oberstufe am Dienstag (15. Mai) berichten. Am Mittwoch (16. Mai) gibt die Gruppe „Los Masis“ um 19 Uhr ein öffentliches Konzert in der Schulaula. Schürmann: „Die Zuhörer dürfen sich auf einen beschwingten Abend freuen. Der Eintritt ist frei, die Gruppe freut sich jedoch über Spenden zugunsten des Kulturzentrums, das auf diese Form der Unterstützung angewiesen ist.“

Isabel Schulze Froning, Emma Bargel, Lili Arns und Frida Mergenthaler fungieren ebenso wie Sophia Linneborn als Gastgeber für die Gruppe. „Das ist eine tolle Gelegenheit, mal wieder Spanisch zu sprechen“, findet Isabel, die bereits ein Jahr Auslandserfahrung in Boliviens Nachbarland Perus gesammelt hat.

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