Band „Los Masis“ in der Anton-Aula
Südamerikanische Rhythmen

Lüdinghausen -

Die bolivianische Gruppe „Los Masis“ gab am Mittwochabend in der Aula des St.-Antonius-Gymnasiums ein Konzert. In den vergangenen Tagen waren die Südamerikaner in Lüdinghauser Familien untergebracht.

Freitag, 18.05.2018, 17:05 Uhr

Die bolivianische Gruppe „Los Masis“ trat am Mittwochabend in der Aula des St.-Antonius-Gymnasiums auf. Das Publikum ließ sich von den südamerikanischen Klängen gefangen nehmen, es klatschte und sang mit.
Die bolivianische Gruppe „Los Masis“ trat am Mittwochabend in der Aula des St.-Antonius-Gymnasiums auf. Das Publikum ließ sich von den südamerikanischen Klängen gefangen nehmen, es klatschte und sang mit. Foto: Bastian Becker

Eine „gute Fahrt nach Bolivien“ hatte der stellvertretende Schulleiter Jörg Schürmann den Zuhörern in der gut gefüllten Aula des St.-Antonius-Gymnasiums zu Beginn eines bemerkenswerten Konzertes am Mittwochabend gewünscht. Die Reiseleiter waren die sechs Musiker der Musikgruppe „Los Masis“ aus der bolivianischen Stadt Sucre, die von Anfang an für eine hervorragende Stimmung sorgten.

Das Konzert stand anlässlich des 2019 anstehenden 50-jährigen Jubiläums der Gruppe unter dem Motto „Ch´allarikuna“ (Lasst uns gemeinsam feiern). Die erzielten Spenden kommen dem „Centro Cultural Masis“ zugute, das sich um benachteiligte Kinder und Jugendliche kümmert.

15 Instrumente im Einsatz

Nicht weniger als 15 Ins­trumente von der Panflöte bis zum Schlagzeug kamen bei der Präsentation der Musik und Geschichte des südamerikanischen Staates zum Einsatz. Bereits beim ersten Lied, bei dem er mit der Quena (einer typisch bolivianischen Flöte) die Melodie spielte, animierte Bandgründer Roberto „Tata“ Sahonero die Zuschauer zum rhythmischen Mitklatschen. Der 68-Jährige und sein Sohn „Roby“ führten auf Deutsch durch den Abend. Es gab viel zu erklären, rhythmisch vorzugeben und vorzusingen, so dass die Zuschauer mit den Sängern zu einer Einheit werden konnten.

„Los Masis“ bedeutet „Menschen wie du und ich“. Diese Menschen stellten unter anderem die Geschichte seit Kolumbus´ Ankunft als erst klagendes, dann immer schnelleres Flötenduett oder den bolivianischen Karneval mit Tanz und Radau in traditioneller Tracht dar. Weitere Liedinhalte waren die Stadt „Sucre, mi capital“, ein kleiner Vogel oder eine Würdigung der in Bolivien verehrten Guadalupe. Schon kurz nach der 15-minütigen Pause standen nahezu alle Besucher des Konzerts und sangen, klatschten und wippten mit.

Rasant-schwungvoller Auftritt

„Musik ist ein einfaches Werkzeug, um sich Freunde zu machen. Wir haben hier viele Freunde gewonnen“, bilanzierte „Tata“ Sahonero nach dem dreitägigen Aufenthalt in Lüdinghausen. Das ließ sich sicherlich auch nach dem rasant-schwungvollen Auftritt mit gelegentlichen ernsten Passagen behaupten.

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