Seit 30 Jahren im Einsatz
Indienhilfe St. Ludger feiert Geburtstag

LÜDINGHAUSEN -

Seit 30 Jahren engagiert sich die Indienhilfe St. Ludger für die Ärmsten der Armen. Zu der Feierstunde im Pfarrheim St. Felizitas kamen auch die langjährige Koordinatorin der Bewegung „National Domestic Workers’ Movement“ (NDWM), Schwester Jeanne Devos, und ihre Nachfolgerin Schwester Christy Mary.

Montag, 11.06.2018, 12:00 Uhr

Über das 30-jährige Bestehen der Indienhilfe St. Ludger freuten sich alle Gäste, besonders jedoch Schwester Jeanne Devos (vorne 3.v.r.) und Schwester Christy Mary (vorne 2.v.r.) vom NDWM aus Indien.
Über das 30-jährige Bestehen der Indienhilfe St. Ludger freuten sich alle Gäste, besonders jedoch Schwester Jeanne Devos (vorne 3.v.r.) und Schwester Christy Mary (vorne 2.v.r.) vom NDWM aus Indien. Foto: Becker

30 Jahre setzt sich die Indienhilfe St. Ludger bereits gegen Ausbeutung und für die Ausbildung von Frauen und Kindern in Hausarbeit in Indien ein. Anlässlich dieses runden Geburtstags trafen sich Interessierte am Sonntag nach einem Gottesdienst im Pfarrheim St. Felizitas.

Zu Gast waren auch die langjährige Koordinatorin der Bewegung „National Domestic Workers’ Movement“ (NDWM), Schwester Jeanne Devos, und ihre Nachfolgerin Schwester Christy Mary. Die in Lüdinghausen durch Aktionen wie den Verkauf von Handarbeiten erzielten Gelder fließen an diese Organisation. Hausarbeiterinnen stammen oft aus ärmsten Verhältnissen und werden sehr schlecht behandelt.

Heute begrüßen mich manche Frauen mit ,Guten Morgen‘ statt wie früher mit ,Tun Sie etwas‘.

Schwester Jeanne

Ilse Evertz von der Indienhilfe erklärte, dass man 1988 von „Jeannes Projekt gelesen“ habe. Daraufhin habe man zunächst schriftlich Kontakt aufgenommen und die Kooperation in die Wege geleitet, 1990 erfolgte der erste persönliche Kontakt. „Ihr beschreibt Zukunft als Leben in Würde für Frauen und Kinder in Hausarbeit“, würdigte Kollegin Heike Mersmann das NDWM.

Schwester Jeanne und Schwester Christy ließen es sich nicht nehmen, verschiedene Gastgeschenke zu überreichen. So erhielt jeder Teilnehmer einen kleinen Elefanten als Symbol für Stärke und Mut.

Die neue Koordinatorin Schwester Christy Mary wusste von einer „gesteigerten Einheit und Solidarität der Hausarbeiter“ zu berichten: „Sie wissen jetzt, dass es ihr Kampf ist.“ Ab einem Alter von 18 Jahren würden junge Erwachsene auch für einen Job qualifiziert. Die Gespräche mit den Regierungen in 16 Bundesstaaten seien „schwierig, weil die Regierung von den reichen Leuten abhängig ist“.

Schwester Jeanne verdeutlichte den Fortschritt mit den Worten: „Heute begrüßen mich manche Frauen mit ,Guten Morgen‘ statt wie früher mit ,Tun Sie etwas‘.“

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