Schutzkonzept zum Thema sexualisierte Gewalt
Pfarreien arbeiten eng zusammen

Lüdinghausen -

Die Pfarreien im Dekanat Lüdinghausen arbeiten gemeinsam an einem Schutzkonzept zum Thema sexualisierte Gewalt. Vertreter der Gemeinden trafen sich jetzt zum zweiten Mal im Pfarrhaus von St. Felizitas in Lüdinghausen.

Dienstag, 12.06.2018, 21:00 Uhr

Unter der Leitung von Yvonne Rutz (regionale Präventionsfachkraft der Fachstelle Prävention beim Bistum Münster, v.l.) tauschten sich die Verantwortlichen in den Gemeinden des Dekanats Lüdinghausen aus (v.l.): Rosália Rodrigues (Pastoralreferentin St. Laurentius Senden), Jutta Tenhoff (Verbundleitung St. Felizitas Lüdinghausen), Christine Knuf (Pastoralreferentin St. Lambertus Ascheberg), Michael Kertelge (Pastoralreferent St. Felizitas), Martin Reuter, Pastoralreferent (St. Vitus Olfen), Dr. Miroslava Raabe (Pastoralassistentin St. Laurentius) sowie Gregor Wolters (Pfarrer St. Mauritius Nordkirchen).
Unter der Leitung von Yvonne Rutz (regionale Präventionsfachkraft der Fachstelle Prävention beim Bistum Münster, v.l.) tauschten sich die Verantwortlichen in den Gemeinden des Dekanats Lüdinghausen aus (v.l.): Rosália Rodrigues (Pastoralreferentin St. Laurentius Senden), Jutta Tenhoff (Verbundleitung St. Felizitas Lüdinghausen), Christine Knuf (Pastoralreferentin St. Lambertus Ascheberg), Michael Kertelge (Pastoralreferent St. Felizitas), Martin Reuter, Pastoralreferent (St. Vitus Olfen), Dr. Miroslava Raabe (Pastoralassistentin St. Laurentius) sowie Gregor Wolters (Pfarrer St. Mauritius Nordkirchen). Foto: Bistum Münster

Jede Pfarrei im Bistum Münster ist aufgefordert, ein „Institutionalisiertes Schutzkonzept“ – kurz ISK – zu erarbeiten. Denn Prävention habe im Bistum Münster hohe Priorität, heißt es im Pressetext des Bistums. Im Dekanat Lüdinghausen haben sich die Kirchengemeinden gemeinsam auf den Weg gemacht. In erster Linie geht es darum, Haupt- und Ehrenamtliche in den Gruppen vor Ort für die Themen „grenzverletzendes Verhalten“ und „sexualisierte Gewalt“ zu sensibilisieren. Regelmäßig trifft sich eine Projektgruppe mit Mitgliedern der fünf Pfarreien des Dekanats, um unter Leitung von Yvonne Rutz, regionale Präventionsfachkraft des Bistums, bei der Entwicklung ihres Konzeptes voranzukommen. „Es ist sinnvoll, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und diese Gruppe als Instrument zu nutzen, um das weitere Vorgehen zu besprechen“, wird Rutz in dem Pressetext zitiert.

Risikoanalyse

Bereits zum zweiten Mal traf sich die Gruppe, der Rosália Rodrigues (Pastoralreferentin in St. Laurentius in Senden), Jutta Tenhoff (Verbundleitung in St. Felizitas in Lüdinghausen), Christine Knuf (Pastoralreferentin in St. Lambertus in Ascheberg), Michael Kertelge (Pastoralreferent in St. Felizitas in Lüdinghausen), Martin Reuter (Pastoralreferent in St. Vitus in Olfen), Dr. Miroslava Raabe (Pastoralassistentin in St. Laurentius Senden) sowie Gregor Wolters (Pfarrer in St. Mauritius in Nordkirchen) angehören. Im Pfarrhaus von St. Felizitas in Lüdinghausen ging es um die Erfahrungen, die die Verantwortlichen in ihren Pfarreien bei der Risikoanalyse gemacht hatten. Sei es mit den Erstkommunion- und Firmkatecheten, beim Kirchenchor, in Gruppenleiterrunden, in Kindertagesstätten oder im Pastoralteam. Die Rückmeldungen aus der Projektgruppe reichten von „sehr offen“ bis hin zu „leicht genervt“. „Bei der Risiko- und Situationsanalyse muss sehr differenziert vorgegangen werden. Sie ist das erste Instrument auf dem Weg zum gesamten Konzept“, betonte Rutz. Sie forderte die Beteiligten auf, bis zum nächsten Treffen möglichst viele Aktive zu befragen. Wichtig sei es, die Methoden individuell den befragten Gruppen anzupassen.

Ebenso wurde erarbeitet, wer in den Pfarreien beispielsweise ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen oder an Informationsveranstaltungen beziehungsweise Schulungen teilnehmen müsse. „Es geht darum, die Aktiven nicht als Täter in den Blick zu nehmen, sondern sie zu sensibilisieren und ihnen Handlungsmöglichkeiten zu geben, wenn sich ein Kind öffnet“, sagte Rutz. Ebenso wichtig sei es aber auch, dass die Ehrenamtlichen wüssten, an wen sie sich in einem konkreten Fall vor Ort wenden könnten.

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