Mitgliederversammlung des Vereins „Hilfe Senegal“
Ein Rettungswagen für Kabba

Lüdinghausen -

Die Krankenstation in Kabba erhält dank einer Spende einen vollausgestatteten Rettungswagen.b Das wurde im Rahmen der Mitgliederversammlung des Vereins „Hilfe für Senegal“ am Mittwochabend bekannt. Insgesamt zogen die Verantwortlichen eine positive Bilanz ihrer Arbeit in dem westafrikanischen Land.

Donnerstag, 14.06.2018, 18:00 Uhr

Der Vorstand des Vereins „Hilfe für Senegal“ (v.l.): Norbert Rüschenschmidt, Lukas Groß, Ull Jäckering, Gudula Gotzes, Albert Guntermann, Ulla Hermann, Leon Haase und Werner Wortmann.
Der Vorstand des Vereins „Hilfe für Senegal“ (v.l.): Norbert Rüschenschmidt, Lukas Groß, Ull Jäckering, Gudula Gotzes, Albert Guntermann, Ulla Hermann, Leon Haase und Werner Wortmann. Foto: Senegalhilfe

„Gottes Wege sind verschlungen“ lautet ein bekanntes Sprichwort. Manchmal sind aber auch andere Wege verschlungen. Beispielsweise der Weg, den ein bestens ausgestatteter Rettungswagen vom Typ Mercedes Sprinter von Wolfenbüttel nach Lüdinghausen führte. Dieser Weg wurde am Mittwochabend im Rahmen der Mitgliederversammlung des Vereins „Hilfe für Senegal“ verdeutlicht, teilt der Verein mit.

Seit dem vergangenen Wochenende steht der Wagen in der Steverstadt. Dr. Silvana Preusse hatte den Weg dafür geebnet. Sie ist Mitglied von „Hilfe für Senegal“, arbeitet regelmäßig in Wolfenbüttel. Nachdem sie im vergangenen Jahr an einem Hilfseinsatz des Vereins im Senegal teilnahm, berichtete sie in Wolfenbüttel über die Arbeit des Vereins. Davon wiederum erfuhr ein syrisch-stämmiger Arzt. Taissir Darwich war von der Arbeit des Vereins so beeindruckt, dass er den komplett ausgestatteten Rettungswagen stiftete. Jetzt wird der Wagen nach Dakar verschifft. Er soll an der Krankenstation in Kabba stationiert werden.

Wir sind dafür aber finanziell gut aufgestellt.

Albert Guntermann

Eine umfangreiche Tagesordnung wurde am Mittwoch im Rahmen der gut besuchten Mitgliederversammlung abgearbeitet. Verschiedene Berichte standen dabei im Vordergrund – beispielsweise der Finanzbericht für das Jahr 2017 von Albert Guntermann. Er verdeutlichte, dass das Finanzvolumen des Vereins mittlerweile dem eines kleinen Unternehmens ähnelt. Dass aktuell die Konten gut gefüllt sind, sei einerseits dem hohen Spendenaufkommen zuzuschreiben, auf der anderen Seite stünden auch große Ausgaben an. „Wir sind dafür aber finanziell gut aufgestellt“, lautete die Bilanz von Guntermann. Dem bescheinigten die Kassenprüfer Marion Schmidt und Robin Sonntag eine hervorragende Kassenführung – der Entlastung stand damit nichts im Wege.

Umfangreich war der Bericht des stellvertretenden Vorsitzenden Werner Wortmann über den Arbeitseinsatz vom vergangenen März. Er ging dabei auf die Großprojekte wie den Bau des Schulgartens einschließlich der Wasserversorgung, die Installation der Solaranlagen auf drei Krankenstationen, die Reisaktion oder die Vorbereitung zur Erweiterung einer Grundschule ein. Bei allen Erfolgsmeldungen und positiven Bilanzen ließ er aber auch immer wieder die alltäglichen Probleme durchblicken, mit denen sich die Vereinsmitglieder im Senegal „herumschlagen“ müssen. „Alle haben richtig Gas gegeben“, fügte die Vorsitzende Gudula Gotzes dem Bericht hinzu. Damit meinte die Vorsitzende aber nicht nur die Helfer, die an der März-Reise teilgenommen hatten. Sie lobte damit den gesamten Vorstand und viele engagierte Mitglieder, die um Hilfe gebeten wurden „und wir haben nie ein Nein bekommen“.

Alle haben richtig Gas gegeben.

Gudula Gotzes

473 Kindern in Thiès und Umgebung wird derzeit der Schulbesuch über Mitglieder von „Hilfe für Senegal“ ermöglicht. Ulla Hermann erläuterte das Thema Schulpatenschaften. Mehr als die Hälfte der geförderten Kinder sind Mädchen.

Wahlen standen ebenfalls auf dem Programm der Versammlung des Vereins, der derzeit 139 Mitglieder zählt. So wurde Simone Höping zur neuen Kassenprüferin gewählt, und Leon Haase wird dem Vorstand als Beisitzer angehören. Zum Abschluss stand noch eine Ehrung an: Simone Höping wurde mit der Ehrennadel in Silber ausgezeichnet. Sie hat mittlerweile an sieben Arbeitseinsätzen im Senegal teilgenommen.

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