Leistungssporthalle: Spatenstich
Eine Schüppe drauflegen

Lüdinghausen -

13 Jahre hat es von der ersten Idee bis zum Auftakt der Realisierung gedauert. Am Donnerstag schließlich war es so weit: An der Konrad-Adenauer-Straße wurde der erste Spatenstich für die neue Leistungssporthalle gemacht. Bis dort die ersten Matches ausgetragen werden, gehen weitere 18 Monate ins Land, so die Planung.

Freitag, 13.07.2018, 18:52 Uhr

Badmintonspieler, Volleyballerinnen, Ratsmitglieder, die Verwaltungsspitze, der Architekt sowie Vertreter der Bezirksregierung legten beim Spatenstich Hand an.
Badmintonspieler, Volleyballerinnen, Ratsmitglieder, die Verwaltungsspitze, der Architekt sowie Vertreter der Bezirksregierung legten beim Spatenstich Hand an. Foto: flo

Wenn Lüdinghausens Bürgermeister Richard Borgmann von dem „Jahrhundertprojekt“ Leistungssporthalle spricht, dann meint er damit natürlich nicht die halbe Ewigkeit, die zwischen der ersten Idee – 2005 war das – und dem Spatenstich am Donnerstagvormittag vergangen ist. Vielmehr schwingt in diesen Worten die Hoffnung mit, dass die örtliche Sportjugend „50 Jahre und länger“ die Halle nutzen werde.

Und trotzdem war der allgemeine Tenor: Gut, dass es endlich losgeht. Jetzt mal eine Schüppe drauflegen. Zumindest bei den Anwesenden aus Politik, Verwaltung und Sport. Zwei Ratsparteien, UWG und Grüne, lehnen das Elf-Millionen-Euro-Bauvorhaben – 42 Prozent steuert das Land bei – weiter ab und fehlten auch beim Spatenstich. Dass es kritische Stimmen gibt, findet der Bürgermeister in Ordnung. Nur gehöre zur Demokratie eben dazu, eine Entscheidung zu akzeptieren, sobald alle Gremien durchlaufen sind. Sonst stehe man rasch als schlechter Verlierer da.

Spatenstich für die neue Leistungssporthalle Lüdinghausen

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  • Der erste Spatenstich bildete den offiziellen Startschuss für den Bau der neuen Leistungssporthalle.

    Foto: Florian Levenig
  • Der erste Spatenstich bildete den offiziellen Startschuss für den Bau der neuen Leistungssporthalle.

    Foto: Florian Levenig
  • Der erste Spatenstich bildete den offiziellen Startschuss für den Bau der neuen Leistungssporthalle. Im Folgenden weitere Eindrücke der Veranstaltung.

    Foto: Florian Levenig
  • erster Spatenstich für den Bau der neuen Leistungssporthalle Foto: Florian Levenig
  • erster Spatenstich für den Bau der neuen Leistungssporthalle Foto: Florian Levenig
  • erster Spatenstich für den Bau der neuen Leistungssporthalle Foto: Florian Levenig
  • erster Spatenstich für den Bau der neuen Leistungssporthalle Foto: Florian Levenig

Gar keine Vorbehalte gibt es, wenig überraschend, beim SC Union Lüdinghausen, dessen Volleyballerinnen und Badmintonspieler den Neubau – neben Breitensportlern und Schulkindern – nutzen werden. Für Achim Franke, Vorstandsmitglied der Volleyballabteilung und einer der Initiatoren des Projektes, ist es „ein guter Tag“. Und für Sina Fuchs, Erstligaspielerin des 1. VC Wiesbaden, ist die Sportstätte „ein Grund mehr, irgendwann nach Lüdinghausen zurückzukehren“.

Michael Schnaase, der der Badmintonabteilung vorsteht, weiß zwar um den besonderen Charme der alten Halle am Anton. Aber: „Wir versuchen ein bisschen was von dieser Atmosphäre bei unseren Bundesligaheimspielen mitzunehmen an den neuen Standort.“ Etwa, indem zusätzliche Stühle aufgestellt würden, „so dass die Zuschauer das Geschehen weiter hautnah verfolgen können“. Über die Ausrichtung von Turnieren oder gar Länderspielen könne man nun ebenfalls nachdenken. Auch wegen der zusätzlichen Stellplätze.

Wir versuchen ein bisschen was von dieser Atmosphäre bei unseren Bundesligaheimspielen mitzunehmen.

Michael Schnaase

Ein bisschen gedulden müssen sich die hiesigen Sport-Asse aber schon noch. 18 Monate, so der Beigeordnete der Stadt, Matthias Kortendieck, werde es bis zur Schlüsselübergabe dauern. Laut Architekt Arno Meyer ist in den kommenden drei, vier Monaten eine bayerische Firma mit den Tiefbauarbeiten an der Konrad-Adenauer-Straße beschäftigt. Dazu würden knapp zehn Meter hohe Spundwände in den Boden eingelassen, um ein Absinken des Grundwasserspiegels zu verhindern.

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