Lüdinghausen
Sa., 28.03.2009
Chalet schließt alle Standorte
|
|
Lüdinghausen - Das Ende eines ehemaligen Lüdinghauser Vorzeigeunternehmens scheint besiegelt: Die Marke Chalet dürfte bald vom Möbelmarkt verschwunden sein. Im Juni vergangenen Jahres hatte die Möbelhauskette mit damals noch bundesweit 15 Standorten Insolvenz angemeldet. Gestern teilte Insolvenzverwalter Dr. Stephan Thiemann von der Pluta Rechtsanwalts GmbH den noch verbliebenen 124 Beschäfigten der Kortendieck Möbelhandelsgesellschaft ihre Kündigung zum Ende des Monats Juni mit. Dazu waren die Beschäftigten nicht nur aus Lüdinghausen, sondern auch von den noch verbliebenen Filialen in Bielefeld, Gelsenkirchen, Düsseldorf und Schwelm in die Steverstadt gekommen.
Der Insolvenzverwalter habe ihnen kaum Hoffnung auf einen Fortbestand der Firma machen können, erklärte auf Nachfrage unserer Zeitung eine Sprecherin des Insolvenzverwalters. Sollte bis zum Sommer kein Investor gefunden worden sein, sei das endgültige Aus besiegelt. Und: „Was macht ein Unternehmen, dessen Mitarbeiter gekündigt sind?“, stellte sie eine eher rhetorische Frage.
Nachdem der Insolvenzverwalter im Sommer die Regie übernommen hatte, wurden zunächst alle Chalet-Standorte mit insgesamt 283 Mitarbeitern weitergeführt. Im Herbst 2008 allerdings gab es die ersten Filialschließungen unter anderem im hessischen Nordenstedt, in Bremen und Mönchengladbach. Noch Anfang Dezember hatte die Gläubigerversammlung dem Insolvenzverwalter grünes Licht für seinen Kurs, das Unternehmen zu retten, gegeben.
Auf der gestrigen Betriebsversammlung musste er den Beschäftigten allerdings mitteilen, dass er „unter den derzeitigen Umständen“ keine Chance mehr sehe, Chalet fortzuführen.
|
|
Anzeige
InserierenWN-Jobs Anzeigen
Ihr Jobportal für unbefristete und befristete Stellenangebote aus dem Münsterland