Lüdinghausen
Mi., 10.03.2010
Jostmeier verärgert über Einladung
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Lüdinghausen - Politiker haben normalerweise nichts dagegen, in der Zeitung zu stehen. Im Gegenteil. Bei Werner Jostmeier, Landtagsabgeordneter der CDU, war das gestern jedoch anders. Er fand sich auf der Teilnehmerliste der DGB-Podiumsdiskussion vom morgigen Donnerstag wieder. Aber die Teilnahme hatte er erst am Montag (erneut) abgesagt. „Dass ich nicht teilnehmen kann, war lange bekannt. Dass trotzdem noch öffentlich mit meinem Namen eingeladen wird, kann ich nicht nachvollziehen“, äußerte sich Jostmeier gestern gegenüber den Westfälischen Nachrichten verärgert.
Am Montag hatte Jostmeier sich bei DGB-Sekretär Roland Engels in Münster abgemeldet. Engels habe sich sogar bei ihm entschuldigt, dass sein Name auf der Teilnehmerliste verzeichnet war, berichtete der Landtagsabgeordnete. Es sei eigentlich lange klar gewesen, dass sowohl er, als auch Jochen Wismann von der FDP nicht teilnehmen können. Aus gutem Grund: In der Landeshauptstadt ist Plenarsitzung und dazu noch zu einem sehr wichtigen Thema: Um 18.30 Uhr steht die Abstimmung über die Kommunalfinanzen auf dem Programm. „Und wenn Herr Stinka seinen Job hier in Düsseldorf ernst nimmt, dann ist er bei der Podiumsdiskussion auch nicht dabei“, schießt er einen Pfeil in Richtung des SPD-Kollegen ab.
Was den Landespolitiker besonders auf die Palme bringt, ist die Tatsache, dass er am Montagmorgen noch mit dem Organisator Roland Engels gesprochen hatte, der seinerseits nichts Besseres zu tun hatte, als drei Stunden später die Presseinformation herauszugeben, die dann am Dienstag auch in den WN stand. Darin war Jostmeier als Mitglied des Podiums angekündigt worden. „Dabei bin ich noch nicht einmal gefragt worden, ob ich überhaupt an der Veranstaltung teilnehmen würde“, schüttelt der Christdemokrat den Kopf.
„Dass da einiges schief gelaufen ist“, räumte auch DGB-Sekretär Roland Engels ein. Zum Teil führte er das darauf zurück, dass er in die Organisation der Veranstaltung nachträglich eingestiegen war. „Da gab es einige Dinge, die sich nicht mehr zurückdrehen ließen.“ Aber Jostmeier habe auch die Chance gehabt, sich deutlich früher abzumelden. Engels räumt allerdings auch ein, dass er Verständnis für die Absage des Politikers gehabt habe und ihn am Donnerstag entschuldigen wolle. Außerdem: Jostmeier sei nicht als Teilnehmer angekündigt worden. Auf dem DGB-Flyer stehe der Politiker nur als „eingeladen“. . .
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