Lüdinghausen
Mi., 01.07.2009
„Soziales“ steht bei der SPD ganz vorne
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Lüdinghausen - „Für ein starkes und soziales Lüdinghausen“ - so lautet die Losung, mit der die Lüdinghauser SPD in den Kommunalwahlkampf zieht. Am Dienstagabend diskutierten die Sozialdemokraten noch einmal über Kernaussagen ihres Programms und definierten die Ziele für die Ratsperiode 2009 bis 2014. Dabei wurde deutlich, dass das „S“ im Partei-Namen Priorität genießt. Vorsitzender Hubertus Voss-Uhlenbrock: „Wir werden die Sozialpolitik weit in den Vordergrund stellen - nicht die Planungs- oder Finanzpolitik.“ Er kündigte mit Blick auf die aktuelle Diskussion um die Sporthalle an: „Wir werden den Standort an der Ostwallschule durchsetzen.“
Dass die Sozialpolitik eine vordringliche Aufgabe für die Kommune darstelle, unterstrich auch Bürgermeister-Kandidat Willi Knuhr. Er forderte ein „kommunales Bündnis für gute Arbeit“. Dass in den Wahlkampfaussagen und -programmen nicht in erster Linie „Vergangenheitsbewältigung“ und Kritik an der bisherigen CDU-Politik geübt werde, wie es von einigen Genossen gefordert wurde, begründeten Knuhr und Voss-Uhlenbrock: „Wir müssen nicht das anprangern, was passiert ist. Wir müssen sagen, wofür wir in Zukunft stehen.“
Voss-Uhlenbrock, der zu Beginn der Sitzung auf ein gelungenes Hallapalooza-Festival im Innenhof der Burg Lüdinghausen zurückblickte und sich bei den Aktiven bedankte, erläuterte das Wahlprogramm, das sich in die Unterpunkte „Soziales Lüdinghausen“, „Bildung in Lüdinghausen“ sowie „Lüdinghausen - Mittelstadt mit Maß“ untergliedert. Zu den konkreten Forderungen, die in dem Papier, das demnächst auch im Internet veröffentlicht werden soll, gehört beispielsweise die Umwidmung der Grundschulen von katholischen Bekenntnis- in Gemeinschaftsgrundschulen. Es sei nicht akzeptabel, dass in Lüdinghausen nur konfessionsgebundene Schulleiter beschäftigt werden können. Angeregt wird ferner eine Weiterbildungs-Sommerakademie an der Burg Lüdinghausen. Mit Blick auf die Stadtentwicklung wiederholen die Sozialdemokraten ihre Forderung nach einer Südtangente. Mit Blick auf die Gebühren - in erster Linie die des Abwasserhaushaltes - fordert die SPD die Überprüfung durch eine neutrale Stelle. Offensiv soll die Stadt die Vermarktung ihrer Grundstücke im Bereich der ehemaligen Molkerei und des Bahnhofs angehen, lautet eine weitere Forderung der Sozialdemokraten.
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