Lüdinghausen

Mo., 30.08.2010

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Zurück vom Einsatz gegen Hochwasser

Die Wassermassen mussten mit Sandsäcken eingedämmt werden. Dabei waren die Lüdinghauser Helfer im Einsatz. Mit ihren Motorpumpen legten sie so manchen Keller in den betroffenen Gebieten trocken (kleines Foto).
Von Christian Kersting

Lüdinghausen - „Ein ganzer Straßenzug stand unter Wasser und musste leer gepumpt werden“, berichtet Klaus Hesselmann, stellvertretender Wehrführer der Lüdinghauser Feuerwehr. Die Feuerwehr, das Rote Kreuz und das THW halfen am Wochenende tatkräftig in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten mit.

Bereits in der Nacht auf Freitag war ein Einsatzfahrzeug der Lüdinghauser Feuerwehr mit neun Mann in Horstmar im Einsatz, wo zahlreiche Häuser und ein landwirtschaftlicher Betrieb unter Wasser standen. Das THW in Lüdinghausen wurde am Freitagmorgen alarmiert und schickte um 12 Uhr zunächst 16 Helfer mit drei Fahrzeugen und 12 tragbaren Pumpen nach Nordwalde (Kreis Steinfurt), wo der Zugtrupp unter Leitung von Zugführer Martin van den Berg in Zusammenarbeit mit weiteren THW-Einheiten viele Keller auspumpen musste.

Den Lüdinghauser THW-Ortsverband erreichten am Nachmittag Anfragen des Kreises Coesfeld und der Stadt Gronau: Es wurden Sandsäcke benötigt, 15 000 Stück konnte die THW-Helfervereinigung Lüdinghausen bereitstellen. Gegen 14 Uhr wurde der Lüdinghauser Ortsbeauftragte Peter Bagus von der Bezirksregierung Münster angefordert: Er wurde in Heek (Kreis Borken) gebraucht, wo er mit fachkundigen Helfern die Einsatzleitung beraten sollte. Dort mussten umfangreicher Hochwasserschutz und Deichsicherungen eingeleitet und unterstützt werden.

Auch die Einheit Nord des Roten Kreuzes wurde am Freitagnachmittag alarmiert und brach mit 35 Einsatzkräften nach Heek (Kreis Borken) auf, um dort zusammen mit weiteren Kräften zur Betreuung der vom Hochwasser betroffenen Bevölkerung bereit zu stehen. Kurze Zeit später erging ein zweiter Alarm: Die Bezirksregierung aktivierte die Einheiten Mitte und Süd, die mit 73 Helfern und 18 Einsatzfahrzeugen nach Gescher ausrückten. Dort trafen sie auf weitere Einheiten, mit denen sie für Einsätze in Ahaus bereit standen. „Mit den vielen Fahrzeugen und Helfern erinnerte der Treffpunkt bei der Einsatzleitung an ein Heerlager“, berichtet Michael Hofmann vom Roten Kreuz, der im Einsatz die Verbandsführung der Einheiten Mitte und Süd innehatte. Glücklicherweise war ein Einsatz zur Betreuung betroffener Bürger nicht nötig, gegen 22.30 Uhr schien die Lage vor Ort sich soweit entspannt zu haben, dass die Einsatzeinheiten wieder abrücken konnten. Gegen 0.30 waren alle wieder zurück an ihren Standorten.

Für das Lüdinghauser THW, das mit 24 Helfern, vier Fahrzeugen und zusätzlich zehn mobilen Motorpumpen im Hochwassergebiet mithalf, endete der Einsatz am Samstag gegen 2.30 Uhr.

Die Lüdinghauser Feuerwehr war am Samstag erneut bis 18 Uhr in Ochtrup mit einem Fahrzeug im Einsatz. Neun weitere Fahrzeuge aus dem Kreis Coesfeld halfen hier beim Auspumpen zahlreicher vollgelaufener Keller.

Klaus Hesselmann, stellvertretender Wehrführer der Lüdinghauser Feuerwehr, betonte, dass die betroffenen Bürger sehr dankbar und froh über die Hilfe waren, obwohl bei vielen „die Nerven blank lagen“. Auch Bürgermeister Richard Borgmann bedankte sich gestern bei den Mitgliedern der Feuerwehr für die Unterstützung der Kollegen in den Hochwassergebieten und lobte die Zusammenarbeit über Kreisgrenzen hinweg.

Michael Hofmann vom Roten Kreuz freute sich, dass die 108 ehrenamtlichen Helfer des Roten Kreuzes auch während ihrer Arbeitszeit zur Unterstützung bereitstanden. Des Weiteren lobte er den reibungslosen Ablauf des Einsatzes, bei dem die Organisationen bewiesen, Krisen meistern zu können und erfolgreich „Hand in Hand“ zusammenarbeiteten, um den betroffenen Bürgern zu helfen.


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