Nottuln
„Friedenstaube oder dummes Schaf?“

Montag, 23.05.2011, 07:05 Uhr

Nottuln - Sie meckern nicht, sie machen keinen Dreck - schließlich bestehen sie mehr oder weniger aus Plastik, die „Blauen Friedensschafe“ des Aktionskünstlers Rainer Bonk. Am Freitagabend bildete eine kleine Herde von vier Tieren den optischen Mittelpunkt in der Alten Amtmannei. Und nicht nur das. Während der Soirée der Friedensinitiative Nottuln (FI), die an diesem Abend das Festprogramm zum 30-jährigen Bestehen startete, standen die tiefblauen Schafe immer wieder im Fokus der Diskussion.

Denn im Laufe eines unterhaltsam-besinnlichen Abends ging es - unter dem Titel „ Friedenstaube oder dummes Schaf?“ - um die Symbolik der Friedensbewegung und der FI. Auf dem Podium, um die Schafe gruppiert, saßen Pfarrdechant Norbert Caßens (katholische Pfarrgemeinde St. Martin), Manfred Stübecke (evangelische Friedens-Kirchengemeinde), Mechthild Ammann (Malerin und Bildhauerin aus Billerbeck), und Moderatorin Ingeborg Bispinck-Weigand.

Die beiden Geistlichen erinnerten an Stichworte wie „der Heilige Geist im Motiv der Taube“, „die friedlichen Schafe als Opferlämmer“ oder in Verbindung mit „dem guten Hirten“ die Schafe als biblisches Bild für die Menschheit.

Mechthild Ammann hingegen beschäftigte sich mehr mit der Farbe Blau. „Blau ist nun mal die Farbe des Himmels, der tiefen Klarheit, des Friedens in und über uns.“

Wie sehr die Thematik auch die große Gästerunde beschäftigte, bewies die rege Beteiligung an der Diskussion, in die Pfarrdechant Caßens - zum Thema „Tauben“ - schmunzelnd eine lustige Geschichte einstreute: „Im letzten Jahr betete ich mit den Kommunionkindern vor dem Einzug in die Kirche draußen noch ein kurzes Gebet zum Heiligen Geist. Und der kam auch von oben - aber anders als gewünscht . . .“

Die leise Fröhlichkeit der FI-Soirée fand in der musikalischen Begleitung durch Marie Drunat (Querflöte) und Eva Grzegorczyk (Harfe) vom Jugendorchester Havixbeck einen würdigen Rahmen. Der spätere offene Abend bekam seinen Charme durch Jazz-Standards des Terzetts mit Susana Martins (Gesang), Heinrich Willenborg (Bass) und Stefan Volpert (Klavier).

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