Made in Nottuln
So., 05.02.2012
Jury-Lob für Fassade mit Charakter
Die Modernisierung und Erweiterung einer alten Buntweberei und die Fassadengestaltung mit einem Verblendklinker des Nottulner Klinkerwerks Hagemeister ist mit einem Architekturpreis ausgezeichnet worden.
Nottuln -
Rotbunte Hagemeister-Klinker der Sorte „Münsterland BA“ sorgen in Oberfranken für eine Fassade mit einem hochwertigen Manufakturcharakter.
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Eine schöne Bestätigung für „Qualität made in Nottuln“. Ein Erweiterungsbau einer historischen Buntweberei im oberfränkischen Landkreis Hof ist mit dem Architekturpreis „DETAIL 2011“ ausgezeichnet worden. Die Experten-Jury lobte insbesondere die Fassadengestaltung, für die ein rotbunter Hagemeister-Klinker aus Nottuln in der Backsteinsortierung „Münsterland BA“ verwendet wurde. Der markante Verblendklinker aus Nottuln gebe der Fassade einen hochwertigen Manufakturcharakter, so das Jury-Urteil.
Konkret ging es um die Erweiterung und Modernisierung einer alten Buntweberei aus der Jahrhundertwende zu einem zukunftsfähigen Ausbildungszentrum der Rehau AG & Co. Das Großunternehmen der chemischen Industrie gab dem neuen Zentrum den Namen Prolin, benannt nach der Aminosäure „Prolin“.
Statt diesem stadtbildprägenden Industriebau einen kontrastierenden Neubau gegenüberzustellen, entschieden sich die Architekten Michael Weber und Klaus Würschinger (Berlin) für eine zeitgemäße Fortführung der historischen Backsteintradition. Mit der rotbunten Hagemeister-Sortierung „Münsterland BA“ greifen sie den stilprägenden Klinker im Alten Reichsformat sowie die Fassadengliederung auf. Dank unregelmäßiger Kanten und Oberflächen wirken auch die neuen Klinker wie von Hand geformt. Die Unregelmäßigkeit des Mauerwerks bringt Leben und Wärme in die Fassade, in der sich das Sonnenlicht vielfach bricht. Der markante Kohlebrand aus dem Nottulner Klinkerwerk sorgt für einen fließenden Übergang von zeitgemäßer Fassade zu historischem Bestand.
Die Jury des DETAIL-Preises 2011, die das Gebäude mit dem Unternehmenspreis Corporate ausgezeichnet hat, lobte genau diese Sensibilität: „Die Erweiterung ist ein gefühlvolles Weiterbauen im Bestand, passt sich der Materialität an, nimmt formale Elemente des Altbaus auf und entwickelt diese weiter.“
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