Mo., 29.04.2013

Konzert der Extra-Klasse im Nottulner Forum Die Tuba ist gar nicht behäbig

Die Bläser Hartmut Müller, Jörg Wachsmuth, Ulrich Haas und Heiko Triebener (v.l.) des Melton Tuba Quartetts begeisterten im Forum die Besucher mit der Vielfältigkeit ihrer Instrumente.

Die Bläser Hartmut Müller, Jörg Wachsmuth, Ulrich Haas und Heiko Triebener (v.l.) des Melton Tuba Quartetts begeisterten im Forum die Besucher mit der Vielfältigkeit ihrer Instrumente. Foto: Marita Strothe

Nottuln - 

Das Melton Tuba Quartett hat in Nottuln bewiesen, wie vielfältig und gar nicht behäbig diese großen Blechblasinstrumente sein können.

Von Marita Strothe

„Das war schön!“ Mit einem Lächeln im Gesicht und das abschließende „What a Wonderful World“ noch in den Ohren, gingen die rund 120 Besucher des außergewöhnlichen Konzerts am Samstagabend nach Hause. Im Forum des Gymnasiums hatte das Melton Tuba Quartett bewiesen, wie vielfältig und gar nicht behäbig diese großen Blechblasinstrumente sein können.

„Wir haben es geschafft, das weltbekannte Tuba-Ensemble nach Nottuln einzuladen“, machte Heiner Block, 1. Vorsitzende von Kunst+ Kultur, keinen Hehl aus seiner Freude. Das Quartett besteht aus Solotubisten namhafter Orchester: Hartmut Müller (Sinfonieorchester Wuppertal), Heiko Triebener (Bamberger Symphoniker – Bayerische Staatsphilharmonie), Jörg Wachsmuth (Dresdner Philharmonie) und Ulrich Haas (Duisburger Philharmoniker).

Traditionell zogen die Vier mit dem „Washington Post Marsch“, gespielt auf drei Bass- und einer Kontrabasstuba, auf die Bühne, wo sie den „Baby-Elephant-Walk“ folgen ließen. Der Tuba werde gerne nachgesagt, sie sei so behäbig wie ein Elefant, knüpfte Hartmut Müller, der an diesem Abend humorvoll durch das Programm führte, an den Titel an. „Wir sind mit dem Ziel angetreten, gegen dieses Vorurteil anzugehen“, kündigte er an. Und was mit vier Tuben von Klassik bis Moderne alles möglich ist, bekamen die Zuhörer eindrucksvoll bewiesen. Dabei kamen neben Bass- und Kontrabasstuben auch Tenortuben (Euphonium) mit wechselnden Klangfarben zum Einsatz. Gekonnt wurden diese Instrumente bearbeitet, spielten etwa „Eine Kleine Nachtmusik“ von Mozart, der Tuben noch gar nicht kannte, weil sie erst 1837 in Berlin erfunden wurden.

Aber nicht nur die Musik alter Meister brachten die vier Künstler auf die Bühne. Auch mit Samba- und Tangomelodien hatten die Tuben kein Problem. Und mit „Benedictions“ von John Stevens schmeichelte sich eine Melodie in die Herzen der Besucher, die speziell für diese vier großen Blasinstrumente geschrieben wurde. Schließlich sind den Tuben auch leise, feine Töne zu entlocken.

Das Quartett bewies eine beeindruckende Fingerfertigkeit. Mit dem lebhaften Stück „Hummelflug“ aus der Rimski-Korsakow-Oper „Das Märchen vom Zaren Saltan“ hält Jörg Wachsmut mit einer Zeit von 57 Sekunden sogar den Weltrekord, verriet Moderator Müller, ehe alle vier bewiesen, dass sie dem nicht viel nachstehen.

Zum guten Schluss ließen die Zuhörer die vier Vollblutmusiker erst nach zwei Zugaben und mit stehendem Applaus von der Bühne.

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