Bürgerstiftung Nottuln im Interview
Verbundenheit mit dem Ort stärken

Nottuln -

Stefan Haller ist seit der Stiftungsratssitzung im Juni dieses Jahres neuer Vorsitzender der Bürgerstiftung Nottuln. Er ist Nachfolger von Erich Rump, der für zwei Amtsperioden diesen Posten innehatte. Was den 46-jährigen Rechtsanwalt dazu bewogen hat, sich in der Bürgerstiftung zu engagieren und was der neu formierte Vorstand angehen möchte, darüber sprach unser Redakteur Frank Vogel mit Stefan Haller und der 2. Vorsitzenden Ingeborg Bis­pinck-Weigand.

Montag, 28.10.2013, 08:10 Uhr

Herr Haller , warum haben Sie den Vorsitz im Vorstand der Bürgerstiftung übernommen?

Stefan Haller: Ich bin schon seit 14 Jahren beruflich in Nottuln tätig und vor drei Jahren mit meiner Frau hierher gezogen. Wir schätzen die hohe Lebensqualität, die Überschaubarkeit, die Landschaft, aber auch den Mix aus alteingesessenen und neuen Bürgern. Ich möchte gerne dazu beitragen, diese Lebensqualität zu erhalten und zu steigern und die Identifikation der hier lebenden Menschen mit dem Ort zu stärken.

Ingeborg Bispinck-Weigand : Wir freuen uns, dass wir jemanden gefunden haben, der relativ neu in Nottuln ist und einen anderen Blick auf den Ort hat, den Blick von außen. Auch Ulrich Bramkamp, der für Bernd Schöpper als Beisitzer in den Vorstand gewählt worden ist, ist relativ neu in Nottuln.

Gibt es mit der erneuerten Mannschaft denn schon neue Ideen?

Stefan Haller: Ja, wir unternehmen einen neuen Anlauf, die Bürgerstiftung und gleichzeitig Nottuln selbst bekannter zu machen. Dazu haben wir bereits ein paar Ideen entwickelt: So wird Dr. Theo Damm uns freundlicherweise sechs seiner stimmungsvollen Skizzen historischer Nottulner Gebäude zur Verfügung stellen, von denen wir Klappkarten drucken werden. Die verkaufen wir dann ab Martinimarkt. Unterstützt werden wir dabei vom örtlichen Einzelhandel. Und auch wir wollen unsererseits etwas für unsere Einzelhändler tun. Deshalb werden die Karten ganz bewusst nicht übers Internet vertrieben, sondern nur über die örtlichen Geschäfte.

Ingeborg Bispinck-Weigand: Dieses Projekt verbindet sehr schön die Tradition des Ortes mit der Zukunftsperspektive, die wir mit unserer Arbeit geben wollen. Ähnliches gilt auch für unsere zweite neue Idee. Wir planen einen Fotowettbewerb, zu dem die Bürger uns Motive aus Nottuln einsenden können.

Damit werden Sie sicher nicht das große Geld einspielen.

Stefan Haller: Ja, das stimmt. Aber wir wollen mit solchen Aktionen die Bürger und Unternehmen am Ort auf die Bürgerstiftung aufmerksam machen. Wenn die Leute wissen, was wir machen, dann erhöht das die Chancen, dass wir dann auch Spenden oder Zustiftungen bekommen. Damit werden wir dann größere Projekte fördern. Angesichts der derzeitigen Niedrigzinsphase bekommen wir für unser Stiftungsvermögen ja nicht besonders viele Erträge. Aber wir suchen auf der anderen Seite auch Vorschläge für neue Projekte, die wir unterstützen können – egal ob diese Ideen von einzelnen Bürgern, Vereinen oder von Unternehmen kommen.

Welche Projekte hat die Bürgerstiftung denn bisher durchgeführt?

Ingeborg Bispinck-Weigand: Nun, unter anderem haben wir das Politcafé des Gymnasiums unterstützt, das therapeutische Reiten der Liebfrauenschule, die evangelische Schülerhilfe, außerdem verwalten wir die Gelder des Kolping-Projektes „Jedem Kind ein Mittagessen“.

Stefan Haller: Wichtig ist bei diesen Projekten gewesen und das gilt auch für die zukünftigen: Sie sind Ausdruck der Verbundenheit mit dem Ort, sie erhalten und verbessern die Lebensqualität und geben den Menschen am Ort eine Perspektive.

Zum Thema

Wer sich mit Ideen, persönlichem oder finanziellem Einsatz bei der Bürgerstiftung einbringen möchte, kann sich an Stefan Haller, ✆ 0 25 02/23 22 0, Mail: haller@rump-partner.de, oder Ingeborg Bispinck-Weigand, ✆ 0 25 02/72 83, Mail: info@ supervision-nottuln.de, wenden.

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